Sparsam durch den Winter: mit thermischer Sanierung

Der Herbst und vor allem der Winter sind die Jahreszeiten, in denen man es sich gern zu Hause gemütlich macht. In einem mollig-warmen Wohnzimmer ein gutes Buch lesen oder einen spannenden Film schauen – das ist Erholung pur. Die Ernüchterung kommt dann allerdings leider häufig im nächsten Jahr, wenn die Heizkosten berechnet werden.

Das Portal Heizspiegel  die durchschnittlichen Heizkosten pro Jahr bei einem Wohnraum von rund 70 Quadratmetern auf 700 Euro.

Ist allerdings das Gebäude schlecht isoliert, können diese Kosten auf knapp 1000 Euro klettern.

Wer sein Zuhause umweltfreundlich sanieren möchte, sollte sich zunächst Gedanken darüber machen, ob er nicht eine umweltfreundliche Heizung einbaut. Dazu zählen unter anderem moderne Luft-Wasser-Wärmepumpen, die Wärmeenergie aus der Umgebung umsetzen, aber auch Pelletheizungen sowie Brennstoffzellen, die neben Wärme auch Strom erzeugen.

Wärmeverlust ausgleichen: mit der richtigen Dämmung
Auch wer noch eine relativ neue Heizung im Keller stehen hat, muss sich nicht mit hohen Energiekosten abfinden. Mit der sogenannten thermischen Sanierung lässt sich ebenfalls Geld sparen. Außerdem schont diese Form der Sanierung die Umwelt, weil weniger Emissionen zu verzeichnen sind.
Wenn man sich das durchschnittliche Einfamilienhaus genauer ansieht, wird schnell klar: Oftmals geht Energie als Wärmeverlust verloren – und zwar durch Fenster, Außenwand, Obergeschoss und Kellerdecke. Die richtige Dämmung wirkt diesem Verlust entgegen. Gleichzeitig sorgt sie auch dafür, dass sich das Raumklima deutlich verbessert. Grundsätzlich sollte man eine thermische Sanierung im Ganzen durchführen und nicht in verschiedenen Etappen. Lässt sich das allerdings nicht vermeiden, ist es sinnvoll, mit einem Energieberater zu sprechen, in welche Teilschritte man die Sanierung splitten kann.

Nur die Fenster austauschen ist ineffektiv
Es gibt nämlich einige Sanierungsmaßnahmen, die man unbedingt gleichzeitig ausführen sollte. So muss der Austausch der Fenster mit der Dämmung der Fassade einhergehen. Das ist deshalb wichtig, weil es bei der Kombination neuer Fenster und alter Fassade oftmals zu Schimmelbildung in den Räumen kommen kann. Darüber hinaus ist die Einsparung gering, wenn man lediglich die Fenster tauscht. Wer nicht so viel Geld zur Verfügung hat, kann die alten Fenster auch zunächst abdichten. Die bekannten Klebebänder mit Schaumstoffauflage sind dabei allerdings nur eine Notlösung. Deutlich effektiver ist es, die Fensterdichtungen auszutauschen. Denn diese werden vielfach nach zehn bis 15 Jahren porös und lassen Zugluft durch. Auch wenn man nicht sieht, wo genau das Fenster undicht ist: Mit einer brennenden Kerze, die man langsam an den Dichtungen vorbeiführt, bemerkt man die Schwachstellen schnell. Besteht nach diesem Test Handlungsbedarf, ist es sinnvoll, ein Stück der alten Dichtung zum Kauf einer neuen mitzunehmen. Findet man kein passendes Dichtprofil, hilft der Profi im Baumarkt weiter. Doch nicht nur das Abdichten der Fenster ist eine kostengünstige Sanierungsmaßnahme, sondern auch die Dämmung der oberen Geschossdecke bei Häusern mit Dachboden. Da warme Luft grundsätzlich nach oben steigt, entweicht durch die Decke viel Energie, die sich durch die Dämmung einsparen lässt. Ebenso sinnvoll und kostengünstig ist die Dämmung der Kellerdecke, sodass die Kälte nicht in den Fußboden der darüber liegenden Räume steigt.

Tipps zum richtigen Heizen
Wer allerdings langfristig plant, entscheidet sich für eine komplette thermische Sanierung inklusive einer neuen Heizung. Denn damit spart man langfristig am meisten Geld.

Das gilt vor allem dann, wenn man die neue Heizung auch effektiv nutzt. Zu einer effektiven Nutzung gehört bei jeder Heizung der Einbau von elektronischen Thermostatventilen. Mit diesen lassen sich einzelne Räume nämlich zielgenau heizen. Beispiel: Das Bad wird normalerweise nur morgens und abends vor dem Schlafengehen benutzt. Mit einem E-Thermostatventil lässt sich die Uhrzeit der Heizperiode so einstellen, dass genau dann das Bad mollig warm ist, den Rest des Tages aber nur leicht beheizt wird. Wer berufstätig ist, kann die Ventile für die einzelnen Räume so einstellen, dass die Zimmer tagsüber ungefähr 18 Grad warm sind und sich pünktlich zum Feierabend erwärmen. Auch bei längerer Abwesenheit, beispielsweise im Urlaub, lassen sich diese Thermostate passgenau einstellen. Auch sollte man im Herbst und Winter darauf achten, die Temperatur in den einzelnen Räumen nicht zu hoch zu drehen. Als ideal fürs Wohnzimmer gelten 21 bis 22 Grad. Das entspricht der Stufe 3 am Heizkörperthermostat. In der Küche dagegen reichen durchschnittlich 18 bis 19 Grad aus. Das entspricht der Stufe 2,5. Ein Raum erwärmt sich wohlgemerkt nicht schneller, wenn man die Heizung auf Stufe 5 stellt. Dadurch erhöht sich nur die Endtemperatur auf 28 Grad – und die ist nicht nötig, um es gemütlich und kuschelig zu haben. Ein Klassiker beim Thema Heizkosten sparen ist auch das richtige Lüften. Mit diesen  Tipps vom Profi sorgt man nicht nur für ein angenehmes Raumklima, sondern vermeidet auch Schimmelbildung.

Autor:

Online Redaktion aus Buxtehude

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Folgen Sie diesem Profil als Erste/r

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.