"Whale in the Desert" ist beim "Plattsounds" Bandcontest dabei
Von Englisch über Hochdeutsch ins Plattdeutsche übersetzt

Echte Nordlichter, doch Plattdeutsch spricht kein Musiker von "Whale in the Desert"
  • Echte Nordlichter, doch Plattdeutsch spricht kein Musiker von "Whale in the Desert"
  • Foto: Whale in the Desert
  • hochgeladen von Tom Kreib

tk. Stade. Die Band "Whale in the Desert" steht am Samstag, 9. November, zum zweiten Mal im Finale des "Plattsounds"-Bandcontest. Die Vermutung liegt auf der Hand: Die sechs Musikerinnen und Musiker sind echte Plattschnacker. Weit gefehlt. Niederdeutsch spricht keiner der jungen Musiker aus Buxtehude und Neu Wulmstorf. Die Texte für ihren Beitrag haben sie vom Englischen ins Hochdeutsche übersetzt. Und dann kam die Oma vom Bassisten Leon ins Spiel.  "Die hat das Ganze in Plattdeutsche übertragen und uns bei der richtigen Aussprache geholfen", sagt Georg Anisimov.

Vor einem Jahr wurde "Whale in the Desert" zur Teilnahme bei "Plattsounds" eingeladen. Die Band schaffte es auf Platz drei. In diesem Jahr wurden die Musiker erneut eingeladen. "Wir haben Spaß daran und freuen uns, wieder mit dabei zu sein", sagt Georg. Kann das aber funktionieren? Einen Songtext über Umwege ins Plattdeutsche zu übersetzen? "Bestens", meint Jeremy, der fürs Songwirting zuständig ist. "Platt ist superpoetisch", fügt er hinzu. Und da alle Bandmitglieder echte Nordlichter sind, sei das Gefühl fürs Plattdeutsche sowieso vorhanden. Der aktuelle Wettbewerbsbeitrag "Jümmers sutje" erzählt übrigens davon, dass sich manches im Leben nicht so einfach verändern lässt und es daher schlauer ist, die Dinge in Ruhe anzugehen - halt "sutje".

"Whale in the Desert" ist eine Band, die sich in keine musikalische Schublade stecken lässt. "Jeder von uns sechs bringt seine Einflüsse ein", sagt Georg. Das Ergebnis ist eine Vielfalt von Pop, Rock, Hip-Hop bis zu Blues und Soul. Das ist auch bei "Jümmers sutje" hörbar. "Zum Schluss gibt es noch eine Prise Rap", verrät Jeremy.
Die erste Single "Demon" hat die Band veröffentlicht und arbeitet jetzt an einer EP. Später ein Album wäre schön, meint Georg. Doch die Musiker wollen alles "Schritt für Schritt" angehen.

So originell wie der Weg der Texte vom Englischen ins Plattdeutsche war übrigens auch die Bandgründung. Vier der sechs Musiker spielen schon seit Schultagen an der Halepaghenschule zusammen. Georg hat in Neuseeland auf einem Campingplatz zwei Musiker kennengelernt. Beim Gespräch kam heraus: Sie wohnen in Neu Wulmstorf. Die Welt ist manchmal wirklich ein Dorf.

• Das Finale von "Plattsound" findet am Samstag, 9. November, ab 19 Uhr im Alten Schlachthof in Stade statt. Auf der Bühne wird es eine Vielfalt von Punk bis Singer-Songwriter-Stücken geben. Zwölf Bands stellen sich der Jury. Tickets kosten 5 Euro an der Abendkasse.

Wichtig: Jeder Musikfan kann per Online-Voting mitentscheiden, wer den Publikumspreis bekommt. Alle Infos und Stimmabgabe unter www.plattsounds.de.
Wer "Whale in the Desert" live hören will, muss nicht lange warten: Die Band spielt am Donnerstag, 14. November, im Kulturforum in Buxtehude. Das Konzert beginnt um 20 Uhr, Eintritt 10 Euro. Infos zur Band: https://whaleinthedesert.com.

Autor:

Tom Kreib

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