Ein "Sahnetag" der Buxtehuderinnen

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30:20! Buxtehude deklassiert Leverkusen und zieht in das Pokal-Finale ein / Stefanie Melbeck wird zur "Spielerin des Tages" gekürt

ig. Buxtehude. ig. Buxtehude. Was für ein Spiel, was für eine Leistung, was für eine grandiose Stimmung in der Halle Nord! Der Buxtehuder SV besiegte im Viertelfinale des DHB-Pokals den Rekord-Pokalsieger Bayer Leverkusen mit 30:20, steht zum sechsten Mal in Folge im Final Four.
In der Endrunde trifft das Team von Trainer Dirk Leun am 16. und 17. Mai auf den VfL Oldenburg, die Füchse Berlin und den Thüringer HC. Welcher der vier Clubs das Event ausrichtet, wird in der kommenden Woche bestimmt.
1.300 Zuschauer erlebten in der Halle Nord einen "Sahnetag" ihrer Mannschaft, die sich vor allem im zweiten Durchgang in einen Rausch spielte und einen auch in der Höhe verdienten Sieg feiern konnte.
Gästetrainerin Renate Wolf sprach nach der denkwürdigen Partie von einem Desaster. "Ich habe noch nie eine solch desolate Leverkusener Mannschaft erlebt." Wolf machte nicht den leisesten Versuch, nach irgendwelchen Entschuldigungen zu suchen. Es habe nichts geklappt. "Ich wünsche dem BSV den Pokal." Buxtehudes Trainer Dirk Leun konnte hingegen jubeln: "Ich hätte in meinen kühnsten Träumen nicht daran gedacht, dass wir in dieser Höhe gewinnen. Wir haben gegen eine der angriffsstärksten Mannschaften 20 Tore kassiert. Die Abwehr hat die Vorgaben zusammen mit einer sehr starken Antje Lenz im Tor sehr gut umgesetzt." Er freue sich auf das Final Four, wo auch immer es stattfinden werde.
In der geschlossen guten Buxtehuder Mannschaft ragten drei Spielerinnen heraus: Torfrau Antje Lenz avancierte mit 20 Paraden zu einer der Matchwinnerinnen. Ulrika Agren war mit sieben Treffern bei sieben Versuchen beste Werferin.

Zur Spielerin des Tages wurde Stefanie Melbeck gekürt. Die "Grande Dame" des BSV spielte im zweiten Spiel nach ihrem Comeback fast 60 Minuten durch, war maßgeblich am BSV-Erfolg beteiligt. "Ohne Steffi hätten wir die letzten beiden Spiele nicht gewonnen", war sich BSV-Manager Peter Prior sicher. Die 37-jährige Handballerin hatte auf der Pressekonferenz eine ganz einfache Erklärung für ihre tolle Leistung parat: Es mache einfach Spaß, in Buxtehude Handball zu spielen.

In der Bundesliga trifft der BSV am Sonntag, 11. Januar, auswärts auf Koblenz/Weibern. Auch beim Tabellendreizehnten müsse der BSV konzentriert aufspielen, sagt Leun. "Die Vulkan-Ladies haben einen neuen Trainer, stehen unter Druck." Mit Caslav Dincic konnte im vergangenen Dezember der Trainer verpflichtet werden, unter dessen Leitung die Damenmannschaft des TuS Weibern in der Saison 2002/2003 erstmalig den Aufstieg ins Oberhaus schaffte. Nach seiner Tätigkeit beim TuS trainierte Dincic die serbische Nationalmannschaft.

Autor:

Dirk Ludewig aus Stade

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