Mountainbiking mit Motor: WOCHENBLATT-Redakteurin und Radtrainer testen Mountainbikes mit breiten Reifen und E-Motor

Mit Vollgas geht es durch die Kurve
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wd. Buxtehude. Es dauerte keine zehn Minuten, bis Radsport-Trainer Jens Klüver (56) aus Buxtehude von jemandem, der E-Bike-Fahrer insgeheim belächelt, zum begeisterten E-Mountainbike-Fan mutierte. "Das ist ja der Hammer", strahlt er übers ganze Gesicht, nachdem er die erste Steigung im Neukloster Forst mit "Motor-Unterstützung" bewältigt hatte, drehte um und fuhr den gleichen Anstieg aus lauter Freude gleich noch einmal hinauf. "Irre, das ist purer Wahnsinn", sein weiterer Kommentar. Nur ein leises "Bssss" wies darauf hin, dass er den Motor eingeschaltet hatte.
Eigentlich wollten wir, WOCHENBLATT-Redakteurin Nicola Dultz-Klüver und Ehemann Jens Klüver, "nur" neue Mountainbikes mit Plus-Rädern im Gelände Probe fahren. Diese sind mit 2,8 Zoll etwas breiter als normale Mountainbike-Reifen und im Gelände besonders griffig. Auf der Straße ist der Rollwiderstand nur fünf Prozent größer, wie uns Frank Lehmann vom Fahrradhaus L&M in Apensen versicherte. Wir waren neugierig und verabredeten einen Termin zum Probefahren. Kurz davor rief Frank an: Das größere Mountainbike habe er auch als E-Bike da. "Nehmen wir", beschloss ich aus Neugierde und stellte meinen Mann vor vollendete Tatsachen.
Von meinem Test-Bike war ich schon nach dem ersten Kilometer begeistert: Mit den 29er Laufrädern kam ich viel leichter voran als mit den 26ern, die ich sonst fahre. Und aufgrund der Reifenbreite verloren auch lang gezogene Matsch-Pfützen und Wurzeln ihren Schrecken. Doch war meine positive Überraschung nichts im Vergleich zu der meines Mannes, der gut gelaunt und locker pedalierend mit einem leisen "Bsssss" an mir vorbeizog, mal links in den Wald fuhr und eine Anhöhe nahm, mal rechts. "Ich bekomme viel mehr von der Umgebung mit", sagte er. Treten müsse man trotz Motor kontinuierlich, doch sei das Fahren erheblich weniger anstrengend. "Die sportliche Herausforderung ist zwar geringer als ohne Motor, aber der Fahrspaß ist enorm", so sein Resümee.

Autor:

Nicola Dultz-Klüver aus Buxtehude

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