Ex-Fußballerin und -Buxtehuderin
Nina Nouri: Höchstleistung mit "Neuro Performance"

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tk. Buxtehude. Sie steht beim Zähneputzen auf einem Bein, hält in einer Hand eine Kettle-#+bell, das ist eine Kugelhantel, und macht zusätzlich noch Bewegungsübungen mit ihrem Kopf und den Augen. Athletiktrainerin Nina Nouri. zieht für sich persönlich konsequent durch, was sie als Coach Sportlern vermittelt: Eine perfekte Körperbeherrschung gibt es nur dann, wenn auch das Gehirn trainiert wird. "Neuro Performance" heißt das, was sie Profis und Hobbysportlern nahebringt. Die ehemalige Buxtehuderin war vor Kurzem zur Besuch in ihrer alten Heimat, hat mit dem Fußballnachwuchs vom FC Este eine Trainingsstunde absolviert.

Das WOCHENBLATT hat sie gefragt: Was macht die Ex-Fußballspielerin von Eintracht Immenbeck und Athletiktrainerin der BSV- und Güldenstern-Kicker heute? Und: Zieht es die Schwester des ehemaligen Werder- und Hertha-Coaches Alexander Nouri zurück in den Norden?

Nina Nouri

Die Antwort von Nina Nouri auf die letzte Frage ist ein klares Ja. "Ich vermisse Familie und Freunde", sagt sie. Seit neun Jahren lebt sie im Saarland. "Das Wetter ist hier in der Tat besser", erzählt sie. Doch als ein echtes Nordlicht will sie auf jeden Fall irgendwann zurück. "Der Job muss dafür aber stimmen", so die mehrfach lizenzierte und ausgebildete Trainerin.

Egal ob im Süden oder Norden der Republik - Nina Nouri hat nach unterschiedlichen Trainerstationen, unter anderem bei den Kickern von Preußen Münster, den Fokus auf Neuro Athletik gelegt.

"Im Profibereich ist das in vielen Vereinen schon Standard", sagt sie. Im Kern geht es darum: "Wer das Gehirn trainiert, der verbessert auch seine körperliche Performance", so Nouri. Die Hirnnerven, zwölf auf jeder Seite, müssen genauso fit gemacht werden wie Muskeln oder Gelenke. Denn: Die Koordination aller Bewegungen wird im Kopf gesteuert. Nouri spricht von einer "Landkarte" aller Synapsen, die im Gehirn ausgebaut werden kann, um die Beweglichkeit oder Kraft zu verbessern. Anfänger dieser Methode sind manchmal überrascht, wenn sie ihre Augen trainieren sollen. Für die Fachfrau logisch: "85 Prozent unserer Wahrnehmung läuft über die Augen."

Was die Fußball- und Athletiktrainerin erschreckend findet: Kinder und Jugendliche sind beinahe bewegungsunfähig geworden. "Mit Ausnahme der Daumen, den sie für ihr Smartphone brauchen." Extrem viele junge Menschen würden bei den einfachsten Übungen scheitern: "Selbst den Fuß hoch und runter sowie nach links und rechts bewegen klappt oft nicht", sagt die Trainerin.

Und jenseits des Athletiktrainings wünscht sich die Fachfrau für Fußball und Fitness, die unter anderem als Co-Trainerin eine U17 in der Regionalliga betreut hat, eine ganzheitliche Sicht: "Es geht mir beim Sport mittlerweile zu wenig um den Menschen ans sich." Das sei etwas, was auch im Bereich der Nachwuchsförderung zu beobachten sei. Vielleicht klappt es ja demnächst mit der Rückkehr in den Norden. Bei den Bundesliga-Handballerinnen vom BSV könnte Nina Nouri mit ihren Trainingstechniken bestimmt noch ein Quäntchen mehr Leistung herauskitzeln.

Autor:

Tom Kreib aus Buxtehude

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