Rennradfahrer im Straßenverkehr

Jens Klüver, BSV-Radsportspartenleiter, wirbt bei Autofahrern für mehr Verständnis
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Politik
So sieht das Grobkonzept für das Eingangsgebäude für Gastronomie undden Eingangs-/Kassenbereich aus   Foto: Polyplan GmbH und Planungsbüro Kreikenbaum + Heinemann, Bremen

Baubeginn im August
Im August beginnt der Bau des Naturbades in Winsen

thl. Winsen. Im Mai 2024 soll das Naturbad im Eckermannpark fertig sein und kurz danach eröffnet werden. Diesen Fahrplan gab jetzt Angelina Gastvogel von der Stadtverwaltung in der Sitzung des des Ausschusses für Kultur, Freizeit, Tourismus und Partnerschaften vor, die am Dienstagabend im Marstall stattfand. Gastvogel stellte dabei die Entwurfsplanung für das Bad vor, die nahezu komplett abgeschlossen ist. "Der Förderantrag beim Bund ist fristgerecht eingereicht worden, jetzt sind wir im...

Wirtschaft
Die Beluga XL soll die Beluga ST ersetzen
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Die Beluga-Reihe
Airbus gründet kommerzielle Airline für XXL-Fracht

(sv). Sie ist zu einem gewohnten Anblick am Himmel über Stade geworden: Die Beluga im Anflug auf Finkenwerder. Vor fast 30 Jahren absolvierte die Airbus-Beluga-Reihe ihren Erstflug mit XXL-Frachten, nun sollen die bisher eingesetzten Beluga ST bis 2023 durch sechs größere Beluga XL ersetzt werden, die statt einem gleich zwei A350-Flügel transportieren können. Am Boden sollen die ausgemusterten ST-Flugzeuge jedoch nicht bleiben: Angesichts des wachsenden Nischenmarkts hat Airbus jetzt einen...

Panorama
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Corona-Warnapp
Was tun bei einer Begegnung mit erhöhtem Risiko?

(sv). Die Corona-Zahlen befinden sich seit Anfang des Jahres in einer steilen Aufwärtskurve. Durch die sich schnell verbreitende Corona-Variante Omikron schlägt vieler Orts nun die Corona-Warnapp häufiger aus und meldet Begegnungen mit niedrigem oder hohem Risiko. Aber was bedeuten die Risikowarnungen und was ist in einem solchen Fall zu tun? Das RKI erklärt die Meldungen folgendermaßen: Begegnung mit niedrigem Risiko"Zeigt die Corona-Warnapp ein 'niedri­ges Risiko' an und listet gleich­zeitig...

Service

Zeitnahe Benachrichtigung nicht mehr möglich
Corona: Gesundheitsamt im Kreis Stade kommt nicht mehr hinterher

jd. Stade.  Die Corona-Fallzahlen im Landkreis Stade steigen weiter – und das Gesundheitsamt kommt nicht mehr hinterher. Eine zeitnahe Kontaktnachverfolgung bzw. Benachrichtigung von Personen, die positiv getestet wurden, ist seit dieser Woche nicht mehr möglich. „Wir schieben derzeit rund 1.000 Betroffene vor uns her, die wir nicht mehr – wie bisher üblich – binnen 24 Stunden angerufen haben“, sagt Landrat Kai Seefried. Die Masse der Infizierten sei einfach zu groß, um alle Fälle innerhalb...

Wirtschaft
Beim umstrittenen Thema Surfpark hielten sich die Stimmen von Befürwortern und Gegnern die Waage

Online-Voting im WOCHENBLATT
Leser-Umfrage zum Surfpark Stade: Fast ein Patt

jd. Stade. Dieses Bauprojekt bietet offenbar reichlich Diskussionsstoff: Beim geplanten Surfpark in Stade gehen die Meinungen auseinander. Das WOCHENBLATT wollte ein Stimmungsbild bei den Leserinnen und Lesern einfangen und richtete daher ein Online-Voting aus. Das brachte folgendes Ergebnis: 49 Prozent sprechen sich für einen Surfpark aus, 46 Prozent positionieren sich ganz klar dagegen. Der Aussage, dass der Surfpark nur gebaut werden soll, wenn bestimmte ökologische Kriterien eingehalten...

Panorama
Auch während der Rastzeit vollführen die Kraniche ihre imposanten Tänze mit lauten trompetenartigen Rufen
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Vogelbestand im Aufwind
70 Kranich-Paare im Landkreis Stade gezählt

sv/nw. Landkreis Stade. In den 1990er Jahren war der Kranich nur ein sehr seltener Gast im Landkreis Stade. 1996 konnte lediglich ein Brutpaar nachgewiesen werden – inzwischen haben 70 Kranichpaare ihr Revier im Landkreis. Dr. Uwe Andreas, Leiter des Naturschutzamtes: „Dieser große Erfolg ist der Renaturierung und Wiedervernässung in den Naturschutzgebieten Feerner Moor und Hohes Moor sowie in den Kehdinger Mooren zu verdanken.“ Die Zahl der Kraniche nimmt zuWährend der Zugzeit der Kraniche...

Panorama
Viele Pflegekräfte arbeiten am Rande ihrer Kräfte. Ab Mitte März gilt eine Impfpflicht - zunächst in Gesundheits- und Pflegeberufen

Dramatischeren Pflegenotstand suggerieren
Fake-Annoncen gegen die Impfpflicht

(bim). Bundesweit werden aktuell Anzeigenblätter mit Stellengesuchen von Pflegekräften überschüttet, die ungeimpft sind und ab Mitte März - dann soll die Impfpflicht für Gesundheits- und Pflegepersonal gelten - angeblich nach neuen "Wirkungskreisen" und "Herausforderungen" suchen. So auch das WOCHENBLATT. Allerdings handelt es sich dabei offenbar um eine Kampagne von Impfgegnern. "Keine seriöse Krankenschwester würde eine solche Stellenanzeige schalten", erklärte eine medizinische Fachkraft dem...

Panorama
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Corona-Zahlen am 26. Januar im Landkreis Harburg
Inzidenzwert sinkt den dritten Tag in Folge

(lm). Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Harburg ist am heutigen Mittwoch, 26. Januar, erneut leicht gesunken. Am Vortag lag der Wert bei 1.274,5, heute bei 1.263,6. Am Mittwoch der Vorwoche zuvor belief sich der Inzidenzwert auf 976,9.  374 neue Corona-Fälle wurden heute vermeldet, 3.235 waren es in den vergangenen sieben Tagen. Die landesweiten Werte der Hospitalisierungsinzidenz (6,9 auf 7,3) und der Intensivbettenbelegung (4,9 auf 5,2 Prozent) sind dagegen angestiegen.  Seit Ausbruch der...

Die Radsportsaison hat begonnen. Unzählige Radsportler trainieren in leuchtenden Trikots im Straßenverkehr für ihre Veranstaltungen, fahren im Training und bei organisierten Radtourenfahrten in Gruppen zu zweit nebeneinander auf der Landstraße. Viele Autofahrer sind genervt. Auf den Straßen finden zum Teil gefährliche Machtkämpfe zwischen Auto- und Radfahrern statt.
Warum fahren die Sportler überhaupt auf der Straße statt auf dem Radweg, will das WOCHENBLATT von Jens Klüver, Spartenleiter der Radabteilung des Buxtehuder Sportvereins wissen.
Jens Klüver: Das hat mehrere Gründe. Zum einen ist sportliches Fahren auf einem Radweg, den wir uns mit Fußgängern und normalen Radfahreren teilen, viel zu gefährlich. Wir erreichen immerhin Geschwindigkeiten von 20 bis 40 km/h. Außerdem sind viele Radwege in einem schlechten Zustand. Rennräder haben dünne Reifen, die Sturzgefahr bei Unebenheiten ist hoch. Außerdem haben wir als Verein eine Ausnahmegenehmigung - wir dürfen auf bestimmten Strecken die Straße benutzen.
WOCHENBLATT: Können die Radfahrer denn auf der Straße nicht wenigstens hintereinander statt nebeneinander fahren?
Jens Klüver: Es gehört zur Technik des Rennradfahrens, nebeneinander zu fahren, um sich Windschatten zu geben. Auf engen Straßen und in Kurven fahren wir natürlich in einer Reihe. Wir geben uns aber auch Hinweise, wenn Autos vorbei wollen und nicht können, dann reihen wir uns ein.
WOCHENBLATT: Müssen Sie unbedingt auf dicht befahrenen Straßen fahren?
Jens Klüver: Nein, das tun wir auch möglichst nicht. Aber wir fahren bei unseren Trainingseinheiten rund 70 km durch die Landkreise Stade und Harburg, da kann es schon mal passieren, dass wir eine kurze Strecke auf einer befahrenen Straße zurücklegen müssen, bis wir wieder in ruhigere Wege abbiegen.
WOCHENBLATT: Insbesondere Rennradfahrer fahren häufig nicht ganz rechts am Fahrbahnrand wie andere Radfahrer und weichen entgegenkommenden Fahrzeugen nicht aus. Wollen Sie damit provozieren?
Jens Klüver: Nein, das hängt mit den dünnen Reifen zusammen. Rechts liegt oft Sand und Split - dort können wir nicht fahren. Auch auf Grünstreifen können wir nicht ausweichen, ohne zu stürzen.
WOCHENBLATT: Was wünschen Sie sich als Radfahrer von den Autofahrern?
Jens Klüver: Wie die meisten Radsportler bin ich natürlich auch selbst Autofahrer. Ich wünsche mir grundsätzlich mehr Verständnis und Rücksichtnahme auf schwächere Verkehrsteilnehmer.
WOCHENBLATT: Haben Sie selbst schon einmal schlechte Erfahrungen als Radsportler mit Autofahrern gemacht?
Jens Klüver:Ja, wir erleben bei fast jeder Ausfahrt, dass wir lange und aggressiv angehupt oder aus dem Fenster beschimpft werden und dass wir mit rasantem Tempo und einem Abstand von weniger als einem Meter überholt werden. Ich bin auf einer Radtourenfahrt sogar schon mit Absicht angefahren worden.
WOCHENBLATT: Wie kam es dazu?
Jens Klüver: Der Autofahrer war sauer, weil er wegen uns abbremsen musste. Er wusste wohl nicht, dass eine geschlossene Gruppe von Radfahren beim Abbiegen wie ein Fahrzeug gilt. Er gab Gas und hielt auf uns zu, stoppte dann aber doch im letzten Augenblick - direkt vor mir.
WOCHENBLATT: Was passierte dann?
Jens Klüver: Ich hatte auch eine Vollbremsung gemacht und wir standen uns gegenüber. Dann gab der Autofahrer Gas und fuhr mein Fahrrad an.
WOCHENBLATT: Haben Sie ihn angezeigt?
Jens Klüver: Nein, ich hatte es zuerst vor, aber dann könnten wir fast nach jeder Tour Autofahrer anzeigen. Und wir wollen die Situation nicht weiter zuspitzen, sondern für Verständnis werben. Vielleicht trägt dieses Interview ja dazu bei.

Autor:

Nicola Dultz aus Buxtehude

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