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Tolle Erfahrung für Oliver Holtermann aus Harsefeld
Landwirt freut sich über die Verbrauchernähe

Landwirt Oliver Holtermann setzt konsequent auf Verbrauchernähe und Transparenz
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Es war eine Entscheidung mit hohem unternehmerischen Risiko - aber das Konzept von Oliver Holtermann ist aufgegangen. Der umweltbewusste und engagierte Landwirt setzt in seinem Legehennen-Betrieb konsequent auf Tierwohl und Transparenz - und hat damit Erfolg. "Ich hätte nicht gedacht, dass ich so viel positives Feedback von den Verbrauchern bekomme", freut sich Oliver Holtermann. "Dafür möchte ich mich auch ganz herzlich bedanken."
Den ehemaligen Milchvieh-Betrieb seiner Familie hat er zum einen durch den Bau einer Biogasanlage in einen regionalen Energieerzeuger-Betrieb transformiert und zum anderen einen Legehennen-Betrieb aufgebaut, in dem rund 12.000 Tiere ein artgerechtes, glückliches Leben führen. Die Premium-Eier werden unter anderem in den regionalen Supermärkten, aber auch im Direktvertrieb angeboten. Eine Besonderheit: Interessierte können jederzeit auf den Hof kommen und sich von den Gegebenheiten überzeugen: Durch ein großes Fenster können sie vom Verkaufsraum in den Stall sehen, zu dem auch ein Kaltwintergarten gehört, und einen Blick auf das riesige Freigelände werfen, zu dem die Hühner jederzeit freien Zutritt haben. Mindestens zwei- bis viermal im Jahr kommen Kontrolleure unangemeldet auf den Hof, um sich von der artgerechten Haltung der Tiere zu überzeugen, denn Oliver Holtermann hat sich schon von Anfang an von akkreditierten Zulassungsstellen mit dem Tierschutzlabel „Für Mehr Tierschutz“ auszeichnen lassen.
Aufgrund der enormen Nachfrage plant der Landwirt jetzt, einen zweiten, noch größeren Legehennen-Stall für rund 15.000 Tiere zu bauen. Im Unterschied zum ersten Stall werden dort Bio-Eier produziert. "Vor allem die Kunden in den Großstädten fragen verstärkt nach Bioqualität und ich komme dem Wunsch gerne nach", so Holtermann. In der Tierhaltung ändere sich wenig, aber die Hühner im neuen Stall bekommen Futter in Bioqualität und die Außenanlagen werden mit anderen Kalken desinfiziert.
Auch das Bruderhahn-Prinzip wird ab kommendem Jahr auf dem Hof Holtermann praktiziert, wenn ab 2022 das Töten von männlichen Küken verboten ist. Holtermann bezieht seine Hühner erst im Alter von 18 Wochen, sodass er selbst mit dem Kükentöten nicht in Berührung kommt. Doch sein Hennenlieferant verpflichtet sich, auch die männlichen Küken aufzuziehen. "Das braucht Platz und Futter", so Holtermann. "Damit finanziert dann jedes weibliche Huhn einen Bruder." Auch hier setzt Oliver Holtermann auf ehrliche Erklärungen: "Diese Eier werden teurer, vor allem weil die männlichen Küken drei- bis viermal so viel Zeit zum Wachsen brauchen wie ihre Schwestern, und somit mehr Ressourcen binden. Aber es ist ein schöner Gedanke, dass auch die Hähne leben dürfen."

Hof Holtermann
Harsefeld, Horster Weg 1a
www.hofholtermann.de

Die HHB Agrarenergie produziert in Harsefeld Energie aus nachwachsenden Rohstoffen

Patenschaften für Bienenweiden
Seit vier Jahren beschäftigt sich Oliver Holtermann mit dem Thema Biodiversität. Dazu gehört unter anderem, dass der engagierte Landwirt einen Teil seiner landwirtschaftlichen Fläche für den Erhalt von Artenvielfalten zur Verfügung stellt, seine Felder auflockert und als Nahrungsquelle für Wildbienen verschiedene Blühmischungen sät.
Wer einen Beitrag in Sachen Insektenschutz leisten möchte, kann Patenschaften für beliebig große Bienenweiden übernehmen (www.bienenweide-harsefeld.de). Auch der Anbau von Mais, den Holtermann zum „Füttern“ der Biogasanlage verwendet, wird aufgelockert und als Lebensraum für Insekten genutzt. Holtermann sät auf 450.000 Quadratmetern ein Mais-Stangenbohnen-Gemisch aus. Die Stangenbohne, die übrigens keinen Pflanzenschutz verträgt und daher auch ein Zeichen für nachhaltige Landwirtschaft ist, rankt sich an der Maispflanze hoch und bietet Insekten Nahrung und Lebensraum. Auch sie wird - wie der Mais - in der Biogasanlage verwertet.

Autor:

Nicola Dultz aus Buxtehude

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