Ladenöffnung erst so, dann doch anders
Kay Gosebeck: Ein Unternehmer ist auf Zinne

Kay Gosebeck ist sauer, weil sich Regeln zum Öffnen zu schnell verändern
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Politik
Rednerin Dörte Schnell (rote Jacke) rief dazu auf, den Auftritt rechter Gruppierungen bei Protesten gegen Corona-Maßnahmen nicht zu tolerieren
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Protest-Aktion gegen Corona-Leugner
"Omas gegen Rechts" demonstrieren in Stade gegen Querdenker

jd. Stade. "Impfen statt schimpfen", "Mehr denken statt querdenken", "Eure Freiheit ist Egoismus": Mit Transparenten dieser Art wurde am Montagabend in Stade gegen Impfgegner, Corona-Leugner und Verschwörungstheoretiker protestiert. Rund 140 Menschen fanden sich auf dem Platz Am Sande ein, um darauf hinzuweisen, welche Gefahr für die Demokratie und die freiheitliche Gesellschaft von den sogenannten "Montagsspaziergängen" ausgehen kann. Der Platz in der Stader City war an diesem Abend auch...

Wirtschaft
Die Visualisierung zeigt das futuristische Gebäude des "BREAK"-Autohofs
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Hotel, Restaurants und Raststätte
Evendorf: Autohof der Zukunft soll Anfang 2023 fertig sein

as. Evendorf. Das Fundament liegt bereits: Die Arbeiten am Autohof an der A7-Abfahrt Evendorf schreiten voran. Laut Thorsten Neumann, Projektentwickler der Nanz-Gruppe, sollen Hotel, Restaurants und Rastanlage im Frühjahr 2023 eröffnet werden. Nach Workshops mit Bürgern, Politik, Verwaltung und Investor wurde im vergangenen Jahr die Änderung des Bebauungsplanes „Thaneberg, Döhle/Evendorf“ beschlossen. Wie berichtet, investiert die Nanz-Gruppe rund 20 Millionen Euro, um auf rund 15 Hektar unter...

Service

Inzidenz steigt auf 530
Infos über die Corona-Lage an den Schulen und Kitas im Kreis Stade: Fehlanzeige!

jd. Stade. Die Corona-Lage im Landkreis Stade verschärft sich weiter. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist am Donnerstag, 20. Januar, auf 530,3 gestiegen. In ähnlicher Höhe bewegen sich auch die Inzidenzen in den anderen Landkreisen in der Region zwischen Elbe und Weser. Ausreißer ist nach wie vor der Landkreis Harburg mit einer fast doppelt so hohen Inzidenz. Das dynamische Infektionsgeschehen hat zur Folge, dass das Gesundheitsamt bei der Kontaktnachverfolgung zunehmend überfordert sind. Im Landkreis...

Politik
Rettungshubschrauber können das Elbe Klinikum in Buxtehude nicht anfliegen. Sie landen daher im Jahnstadion

Elbe Klinikum Buxtehude wird nicht angeflogen
Stadt soll Helikopterlandeplatz schaffen

tk. Buxtehude. Die Stadt Buxtehude soll eine befestigte Landefläche für Helikopter ausweisen, die von allen Rettungsdiensten mit ihren Fahrzeugen gut angefahren werden kann. Diesen Antrag stellt Janet Hüsgen (Grüne). Die Ratsfrau, die seit der Wahl im Buxtehuder Stadtparlament sitzt, weiß, worüber sie redet. Sie ist nämlich auch Feuerwehrfrau im Zug II der Freiwilligen Feuerwehren Buxtehude. Ende 2021 sollte ein Patient vom Elbe Klinikum mit dem Rettungshubschrauber in ein anderes Krankenhaus...

Panorama
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Corona-Zahlen am 20. Januar
Inzidenzwert im Landkreis Harburg steigt erstmals über 1.000

(lm). Der Inzidenzwert im Landkreis Harburg hat am heutigen Donnerstag, 20. Januar, das erste Mal den Wert von 1.000 überschritten und liegt nun bei 1.009,7 (976,9 am Vortag). 520 neue Corona-Fälle haben die Behörden heute übermittelt. 2.585 Fälle wurden in den vergangenen sieben Tagen registriert (+84 im Vergleich zum Vortag). Die landesweite Hospitalisierungsinzidenz ist von 5,6 auf 5,9 gestiegen. Die Intensivbettenbelegung ist dagegen von 5,4 auf 4,9 Prozent gesunken. Seit dem Ausbruch der...

Politik
Dr. Bernd Althusmann

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A1-Anschlussstelle Rade umbauen

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Blaulicht
Schon wieder wurden in der Umkleidekabine von Bundesliga-Handballerinnen Kameras versteckt (Symbolfoto)

Spielerinnen finden Kameras in Umkleidekabine
Weiterer Spannerskandal in der Handball-Bundesliga

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tk. Buxtehude. Kay Gosebeck ist auf Zinne. Und das exakt seit Montagmorgen um 10 Uhr. Er bekam einen Anruf aus der Kreisverwaltung, dass seine Anzeige, unter anderem auch im WOCHENBLATT, zur Wiedereröffnung der Strandkorbmanufaktur und damit natürlich auch der für maximal sechs Kunden geöffnete Verkaufsraum rechtswidrig sei. Wer öffnen wolle, müsse "Click & Meet", also eine Onlineanmeldung, anbieten. Was den Chef der Strandkorbmanufaktur besonders ärgert: Er hatte eigentlich nur das umsetzen wollen, was Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Länderregierungschefs in der vergangenen Woche beschlossen hatten - eigentlich, sagt Kay Gosebeck, habe er alles richtig gemacht. 

Am Mittwoch der vergangenen Woche schaute sich der Unternehmer aus Buxtehude die Pressekonferenz nach dem Regierungsgipfel an. Bei einer niedrigen Inzidenz sei eine Ladenöffnung möglich, wenn pro Kunde 20 Quadratmeter zur Verfügung stehen. "Der Inzidenzwert lag in Buxtehude an diesem Tag bei 42", sagt Gosebeck.

Um ganz sicherzugehen, rief er am Donnerstag im Wirtschaftsministerium in Hannover an. Was auf Bundesebene beschlossen wurde, gelte auch für Niedersachsen, so die Antwort. Ministerpräsident Weil (SPD) werde sich aber dazu noch äußern. Das geschah am Donnerstagnachmittag, Gosebeck war sicher: Wir öffnen für maximal sechs Kunden auf einmal. Er warf noch einen Blick auf die Seite des Landkreises Stade und fand dort eine Grafik, was bei welchen Inzidenzwerten erlaubt ist. Daraufhin buchte Kay Gosebeck Anzeigen und freue sich auf Leben im Laden. "Freitagnachmittag war die Grafik von der Landkreis-Seite verschwunden", sagt Gosebeck, dem noch nichts Übles schwante. Allerdings fiel irgendwann am Freitag die Entscheidung, in Niedersachsen auf "Click & Meet" zu setzen. Die Anzeigen der Strandkorbmanufaktur waren in vielen Zeitungen da schon längst gedruckt. Als am Montag der Hinweis auf den Rechtsverstoß kam, "bin ich echt ausgerastet", sagt der Unternehmer.

Er habe jede Maßnahme im ersten Lockdown einhundertprozentig richtig gefunden. "Doch so, wie das jetzt läuft, wundert es mich nicht, wenn die Menschen allmählich Vertrauen in die Politik verlieren", sagt er. Der Skandal um die "Masken-Raffkes" aus dem Bundestag würde ebenfalls zum Vertrauensverlust beitragen. Er fordert die Landtagsabgeordneten aus der Region auf, "mal öfter in den Betrieben vorbeizuschauen und sich ein wirkliches Bild von der wirtschaftlichen Lage zu machen". Gosebeck betont, dass es seinem Unternehmen auch in der Krise gutgehe. "Ich kenne aber genug Firmen, denen das Wasser bis zum Hals steht", sagt er.
Doch nicht nur auf Bundes- und Landesebene sieht Kay Gosebeck im zweiten Lockdown "ein Versagen". Auch auf kommunaler Ebene erwartet er von Politik und Verwaltung mehr.  "Es reicht nicht, ein Nachhaltigkeitsschild hochzuhalten", kritisiert er die Buxtehuder Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt. Nachhaltig bedeute auch, die lokale Wirtschaft nach Kräften zu unterstützen. Das vermisst er in Buxtehude genauso wie in Land und Bund.

Die Strandkorbmanufaktur haben Kay Gosebeck und sein Team jetzt komplett "rechtskonform" auf "Click & Meet" umgestellt.

Autor:

Tom Kreib aus Buxtehude

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