Auftragsboom, weil viele Menschen nicht in den Urlaub fahren
Strandkorb-Manufaktur Buxtehude arbeitet im Hochbetrieb

Hier wird mit Hochdruck gearbeitet: Die Näherei in der Strandkorb-Manufaktur Buxtehude
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tk. Buxtehude. "Jeder zweite Anrufer erzählt uns, dass der nächste Urlaub wegen Corona in weite Ferne gerückt ist", sagt Nils Gosebeck, Geschäftsführer der Strandkorb-Manufaktur Buxtehude. Für die schönste Zeit des Jahres suchen die Menschen Alternativen und werden in Buxtehude fündig: Das Geschäft mit den Strandkörben brummt. Indiz dafür: "Wir haben normalerweise eine Lieferzeit von zehn Tagen, jetzt sind es bis zu 26", so Gosebeck.

Am 16. März hatte die Strandkorb-Manufaktur im Gewerbegebiet in Ovelgönne ihren Laden geschlossen und die Produktion heruntergefahren. Was dann geschah, hat selbst die Strandkorb-Profis erstaunt. "Wahnsinn, was online passierte", sagt Nils Gosebeck. "Wir haben im Moment drei Mal so viel zu tun wie sonst", so der Geschäftsführer. Dabei sei der Frühling auch in normalen Zeiten der Monat mit den meisten Bestellungen.
Was sich für die Strandkorb-Manufaktur als Glücksfall erweist: "Wir haben in unsere Homepage investiert." So gebe es unter anderem einen Online-Konfigurator für die Strandkörbe made in Buxtehude.

Durch viele Gespräche mit Kunden weiß Nils Gosebeck, dass die Kaufentscheidung für einen Strandkorb eine bewusst gewählte Alternative für den mutmaßlich wegfallenden Sommerurlaub ist. "Wenigstens daheim soll es schön sein", würden viele Anrufer sagen. Dass sich die Kunden für Garten und Balkonien mit dem bequemen Sitzmöbel als Alternative zu Mallorca und Co. entscheiden, merken die Mitarbeiter auch daran, dass die Ratenzahlung häufiger gewählt werde. "Das kommt sonst fast gar nicht vor", so Gosebeck. Wer auf einen langersehnten Urlaub sparen müsse, der wähle dieses Finanzierungsmodell, um sich das Stück Ferien für zuhause zu sichern.

Gut, angesichts der großen Nachfrage, dass es trotz der weltweiten Pandemie mit den Lieferketten klappt. "Da haben wir keine Probleme", sagt Nils Gosebeck. Der zeitweise Ausfall eines Stofflieferanten aus dem Corona-geplagten Spanien habe locker abgefedert werden können. "Unser Lager war voll." Inzwischen wird auch in Spanien wieder produziert. Das einzige Problem, mit dem die Strandkorb-Experten zu kämpfen haben: Für den Versand brauchen sie Spezial-Paletten. Die kommen normalerweise aus den Heidewerkstätten in Soltau. Die haben ihre Produktion allerdings heruntergefahren. Die Profis aus dem Gewerbegebiet in Ovelgönne lösen auch dieses Transportproblem: "Wir haben Restposten an Paletten aufgekauft und selbst passend zusammengebaut." Die Kunden, die voller Vorfreude auf ihren Strandkorb warten, können also sicher sein: Das Stück Urlaub für zuhause kommt.

Hier wird mit Hochdruck gearbeitet: Die Näherei in der Strandkorb-Manufaktur Buxtehude
Ein Stück Urlaub zuhause: Die Strandkörbe trösten viele Kunden darüber hinweg, dass der Sommerurlaub in diesem Jahr wohl ausfällt   Fotos: Strandkorb-Manufaktur Buxtehude
Autor:

Tom Kreib aus Buxtehude

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