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Buxtehude: "Danke für die Hilfe!"

Dank WOCHENBLATT-Hilfe hat Mohammad A. in kurzer Zeit eine Wohnung gefunden

Toller Erfolg: Junger Syrer findet Wohnung / Leser schildern ähnliche Erfahrung

ab. Buxtehude.
  Er hat eine Wohnung gefunden und die Freude ist riesengroß: Nach dem kürzlich im WOCHENBLATT erschienenen Artikel über Mohammad A. und seine Erlebnisse bei der Wohnungssuche meldete sich jetzt eine Frau. Sie löse gerade die Wohnung ihres Vaters auf, Mohammad A. könne sie mieten. Überglücklich besichtigte der Syrer die Zwei-Zimmer-Wohnung und sagte zu. Den Mietvertrag werde er im September unterschreiben, die Wohnung im Oktober beziehen, erzählte ein Kollege. "Vielen Dank für die Hilfe!"

Viele E-Mails erreichten die Redaktion nach dem Artikel. So schrieb uns Sabine Dreyer, dass sie ähnliche Erfahrungen gemacht habe: Sie unterstützt junge Iraner bei ihrer Wohnungssuche, die berufstätig seien, unbefristete Arbeitsverträge hätten oder in der Ausbildung stünden. "Es ist beschämend, welche Antworten man sich von den Eigentümern anhören muss, wenn ich ehrlicherweise gleich sage, wer in die Wohnung einziehen möchte." Die Spitzenantwort sei von einem Vermieter aus dem Altländer Viertel in Stade gekommen, er nehme keine Ausländer, die seien alle zu laut. Ein weiterer Wohnungsanbieter sagte einem Besichtigungstermin zu, erschien dann aber nicht. Auf Nachfrage sagte er, er habe die Wohnung inzwischen anderweitig vermietet. "Ich war natürlich sehr enttäuscht", schreibt Sabine Dreyer. Es sei für sie beschämend, welche Abneigung Menschen gegenüber geäußert werde, die ihr Heimatland verlassen mussten.

Izabela Lusinska schreibt, dass bei ihrer Haussuche wohl ihr polnischer Name und ihr Akzent hinderlich seien. Oft werde auf E-Mails und Anrufe nicht geantwortet. "Kürzlich habe ich an einen Anbieter zwei E-Mails geschickt, ihm eine Antwort auf dem Anrufbeantworter im Büro und auf seinem Handy hinterlassen. Ich warte heute noch auf den Rückruf." Was sie dabei am meisten störe, sei, dass "uns Ausländern oft vorgeworfen wird, dass wir uns nicht integrieren wollen. Von meiner Seite kann ich sagen, dass viele Deutsche es uns nicht gerade leicht machen."

Die Erfahrung, dass sich der Wohnungsanbieter nicht zurückmeldet oder sich "angeblich für einen anderen" entschieden habe, hat auch der Buxtehuder Bünyamin Bulut gemacht. "Ich bin hier geboren, habe eine Ausbildung gemacht und arbeite hier", schreibt er. Seine Eltern seien türkischer Herkunft. Doch "trotz guten Verdienstes" habe sich die Suche für ihn schwierig gestaltet. "Einmal habe ich einen Besichtigungstermin telefonisch vereinbart, der ein paar Stunden später am gleichen Tag stattfinden sollte." Vor der Eingangstür sei er stehen gelassen worden und "ich konnte sehen, wie mich jemand von einem Fenster aus beobachtet hat. Als ich anschließend noch einmal dort angerufen habe, war niemand zu erreichen."