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Buxtehude: "Hüttenzauber" gegen Tierleid

"Hüttenzauber"-Initiatorin Randy Mau (li.) mit Hündin "Mila" und Helferin Petra Martin mit Rüde "Morsza". Beide Hunde kommen aus Rumänien

Randy Mau und Helfer engagieren sich am 16. Dezember auf dem Buxtehuder Weihnachtsmarkt

ab. Buxtehude.
Eisige Temperaturen im Winter, zwei Meter hoher Schnee und kein Dach über dem Kopf: Gerade für alte, kranke und schwache heimatlose Hunde in Rumänien könnte dieser Winter der letzte sein. Um diesem Leiden etwas entgegenzusetzen, engagieren sich die Buxtehuderin Randy Mau und sechs Helferinnen auf dem Weihnachtsmarkt in der Buxtehuder Innenstadt: Am Sonntag, 16. Dezember, verkaufen sie dort Selbstgebackenes und Selbstgemachtes sowie Sachspenden. Der Erlös wird zum Hüttenbau und für Medikamente in rumänischen Tierheimen verwendet und kommt Hunden der Tierschutzorganisation ProDogRomania zugute.

"Es konnten durch zahlreiche Spenden zwar schon viele Hütten gekauft und kaputte repariert werden, aber es fehlen noch immer viele", berichtet Randy Mau. "Das bedeutet, wo es weder Dächer noch Hütten gibt, sind die Hunde Regen, Kälte und Schnee komplett schutzlos ausgeliefert." 

Mehr als 2.000 Hunde leben z.B. derzeit im Tierheim Bucov in der rumänischen Stadt Ploiesti - ca. 1.000 haben keinen Rückzugsort. "Und die Zahl steigt täglich, weil immer neue abgegeben werden." Besonders hart trifft der Winter die sogenannten Hauthunde: Ihr Fell ist durch Parasitenbefall ausgedünnt bis zur kompletten Felllosigkeit - ihnen droht der Kältetot.

Immer wieder reisen Helfer aus dem Norden dorthin, um Bucov lebenswerter zu gestalten, Hütten und Zwinger zu bauen. Unter ihnen ist auch Anke Makuschewitz: Die Hamburgerin war schon drei Mal in Bucov, zuletzt im Oktober. Beim Weihnachtsmarkt in Buxtehude will sie ebenfalls mitmachen. Im Internet sei sie auf ProDogRomania gestoßen, erzählt sie. "Das fand ich klasse und habe gespendet." Als eines Tages Helfer aus Deutschland gesucht wurden, meldete sich Anke Makuschewitz und reiste mit.

"Die Arbeit dort hat Suchtpotenzial: Man möchte immer wieder hinfahren und helfen", sagt die Tierfreundin. Auf die Frage von Freunden, wie das ganze Leid zu ertragen sei, sagt sie, es wäre viel schlimmer, die Bilder am Computer zu sehen, als selbst dort zu sein und anpacken zu können. "Wenn ich zum Beispiel vor Ort einen verletzten Hund sehe, kann ich sofort etwas unternehmen."

• Randy Mau hofft, dass "vielleicht für zwei Hütten Geld zusammenkommt". Kosten: ca. 140 Euro pro Doppelhütte. Für den "Hüttenzauber" sammelt sie noch Sachspenden. Wer etwas beisteuern möchte, kann sich mit ihr unter ( 0176 - 62109848 oder per E-Mail an randymau21@gmx.de in Verbindung setzen.