Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Buxtehude: Mit Spaß und Leidenschaft dabei

Ute Milke arbeitet seit 35 Jahren beim TSV Buxtehude-Altkloster. Im Sommer bietet der Verein ein Zeltlager in Grömitz an

Ute Milke arbeitet seit 35 Jahren beim TSV Buxtehude Altkloster

ab. Buxtehude.
Aus der Buxtehuder Sportvereinsszene ist sie für viele nicht mehr wegzudenken: Ute Milke (63) arbeitet seit 35 Jahren beim TSV Buxtehude Altkloster und gibt dort 17 Stunden Sportkurse pro Woche. Eingetreten war sie in den Verein im Jahr 1970. "An der Halepaghen-Schule hatten wir eine Volleyball-AG und wollten gerne Punktspiele machen. Das ging als AG ja nicht. Der damalige Vorsitzende des TSV hat uns in den Verein geholt, wo wir dann eine Volleyball-Abteilung gegründet haben."

Das war der Startschuss für eine jahrzehntelange Verbindung zwischen ihr und dem Verein. Milke: "Ich bin sozusagen am Ball geblieben, bin Abteilungsleiterin geworden und habe den Trainerschein gemacht. Ende der 1970er-Jahre wurde ich in den Vorstand geholt, bin Sportwartin geworden."

Gymnastikstunden habe sie damals nie geben wollen, doch als sie eine Schwangerschaftsvertretung annahm, merkte Ute Milke, wie viel Spaß ihr das machte. "Dann habe ich eine Eltern-Kind-Turngruppe übernommen. Der Bereich ist inzwischen sehr gewachsen." Auch der Bedarf, vormittags Sport zu treiben, wurde bei den Mitgliedern größer. Dort engagierte sich die Buxtehuderin ebenfalls.

1983 bot ihr der Verein an, sie fest anzustellen. "Darüber musste ich länger nachdenken", erinnert sich Ute Milke. Sie hatte Sport auf Lehramt studiert und zu der Zeit bereits einen Lehrauftrag an den Berufsbildenden Schulen in Buxtehude. Ute Milke entschied sich gegen die Schule und für den Verein und wurde somit Übungsleiterin mit einer Teilbeschäftigung in der Geschäftsstelle des TSV.

Während dieser Zeit bildete sie sich in Prävention und Reha-Sport weiter und gibt in diesem Bereich nach wie vor Kurse, ebenso in Wassergymnastik und Fitness für Erwachsene.
"Ich habe nie das Gefühl gehabt, dass es ein Job ist, den ich machen muss", resümiert sie. "Mir hat es immer viel Spaß gebracht." Da sie während ihrer Kurse die Übungen meist selbst ausführt, bleibt sie auch fit. "Ich kann quasi in meinem Job das machen, was ich sonst in meiner Freizeit unternehmen würde." Der Kontakt mit vielen Menschen sei ebenfalls ein großes Plus.

Für Ute Milke war damals die Anstellung im Verein die richtige Entscheidung. "Wenn ich sehe, was Lehrer heute alles aushalten müssen, bin ich einmal mehr froh, mich für den Verein entschieden zu haben." Aber auch das Verhalten der Teilnehmer im Breitensport habe sich verändert, sogar in den Eltern-Kind-Gruppen sei das zu spüren. Da werden während des Kurses einfach die Kekse ausgepackt. Mit manchen Eltern müsse man lange diskutieren, dass beim Sport nicht gegessen wird.

Ende des Jahres geht Ute Milke in "Bürorente": "Ich bleibe aber weiterhin Übungsleiterin - im Seniorenbereich kann ich noch lange Kurse geben."