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Facebook-Frauengruppe "Buxtehude und Umgebung": Hilfe im Netz und im richtigen Leben

Gabriele Okelmann (li.) und Christiane Beier haben die Facebook-Gruppe in Buxtehude gegründet. Es ist ihnen wichtig, dass sich die Frauen auch im "richtigen" Leben vernetzen Foto: tk
Facebook-Frauengruppe nach dummen Männer-Sprüchen in gemischten Gruppen gegründet

tk. Buxtehude. Dass sie sich in Facebook-Grupen oft dumme Sprüche von Männern anhören mussten, hat Gabriele Okelmann und Christiane Beier irgendwann gereicht. Über Frauenthemen in gemischten Gruppen konnten sie sich oft nicht unterhalten, ohne überflüssige Kommentare zu kassieren. "Fragen Sie mal in einer gemischten Gruppe nach einem guten Gynäkologen", sagt Christiane Beier. Kurzerhand gründeten die beiden auf Facebook die "Frauengruppe Buxtehude und Umgebung". Ende Dezember gestartet, hat das Netzwerk inzwischen 1.350 Mitglieder. "Unser Ziel ist es, dass sich Frauen auf lockere Art miteinander vernetzen", sagen die Initiatorinnen des Zusammenschlusses. Und noch etwas unterscheidet diese Gruppe von vielen anderen: Auch im richtigen Leben wollen diese Frauen Kontakt miteinander haben.

"Der Erfolg hat uns überrascht", sagt Christiane Beier. Sie vermutet, dass es der klare Anspruch der gegenseitigen Hilfe und Unterstützung ist, der viele Frauen zum Mitmachen motiviert.

Es geht nämlich nicht nur um Frauen-Smalltalk im Netz, sondern um ganze konkrete Dinge. Etwa das Organisieren von Mitfahrgelegenheiten oder das sogenannte "Nachttelefon". Wenn Frauen allein unterwegs sind, sich unsicher oder bedrängt fühlen, ist immer jemand da, der Kontakt hält. "Es ist auch schon vorgekommen, dass unsere Mitglieder losgefahren sind und eine andere Frau irgendwo abgeholt haben", sagt Gabriele Okelmann.

Zudem gibt es die Möglichkeit, anonym über Probleme zu reden und sich Rat zu holen. Nur die Administratoren bzw. Moderatoren der Gruppe wissen, um wen es sich tatsächlich handelt. Für alle anderen Mitglieder der Gruppe bleibt die ratsuchende Frau anonym. "Das ist etwa beim Thema Sucht- oder Alkoholproblem sehr wichtig", so Christiane Beier.
Um vor ungewollter Belästigung durch Männer möglichst sicher zu sein, wird nur in die Gruppe aufgenommen, wer vertrauenswürdig erscheint. "Wenn wir den Verdacht haben, dass es sich um eine Fakeprofil handelt, haken wir sehr genau nach", so Beier. Derartige Versuche habe es bereits gegeben.

Weil die Frauen die mitmachen, mitten im Leben stehen und nicht nur durch die virtuelle Welt surfen, gibt es inzwischen viele "echte" Kontakte. Mal wird spontan ein Spielplatztreffen verabredet, Klönschnack bei Kaffee und Kuchen auf der Terrasse und schon zum zweiten Mal hat es ein großes Treffen mit rund 40 Frauen gegeben.

Das Erreichte ist noch nicht der Schlusspunkt: An Ideen mangelt es den Moderatorinnen der Gruppe auch für die Zukunft nicht.

So ist die Gruppe erreichbar: https://www.facebook.com/groups/135812600443001/