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Kritik an Buxtehuder Heidebad-Sanierung: "Zur Schließung gibt es keine Alternative"

Auch wenn es idyllisch aussieht: Das Heidebad ist in die Jahre gekommen Foto: Stadtwerke
Kritik an Heidebad-Sanierung: Stadtwerkechef erklärt die Hintergründe

tk. Buxtehude. Einige Wochen hat es gedauert: Jetzt wurden erstmals kritische Stimmen zum Umbau und der Schließung des Heidebads im kommenden Jahr laut. Unter anderem kommt aus der Gruppe der Frühschwimmer Kritik. Dass künftig zwei Bahnen weniger zur Verfügung stehen, sei eine falsche Entscheidung. Zudem bezweifeln die überwiegend älteren Schwimmer, dass die Maßnahme überhaupt so lange dauern muss. Eine Frühschwimmerin kündigt dem WOCHENBLATT gegenüber an: "Dann gehe ich eben nach Horneburg." Die Redaktion hat bei Stadtwerkechef Stefan Babis nachgefragt: Warum bleibt das Heidebad im kommenden Sommer geschlossen und müssen die beiden Bahnen wirklich weichen?
"Wir haben uns sehr lange mit dem Thema beschäftigt", sagt Babis. Alle Entscheidungen, auch die, im Sommer 2019 nicht zu öffnen, seien nach reiflicher Überlegung getroffen worden. Dass es den einen oder anderen gebe, der das nicht verstehe, könne er nachvollziehen. "Doch zur Schließung gibt es keine Alternative."

Die Sanierung umfasse viel mehr als die Erneuerung des Beckens. Stefan Babis: "Alles kommt raus. Auch die gesamte Technik." Das, was der Schwimmbadbesucher nach Abschluss aller Arbeiten sehen werde, sei nur die Hälfte des gesamten Projektes. 

Der Vergleich mit der Sanierung in Horneburg funktioniere nicht, so Babis. Hintergrund: Die Sanierung in Horneburg sei ohne Schließung für eine ganze Saison erfolgt. Das Freibad in der Nachbargemeinde sei deutlich kleiner, sagt der Buxtehuder Stadtwerkechef.

Das Thema Größe habe bei der Planung der Umgestaltung auch in anderer Hinsicht eine Rolle gespielt. "Wir haben uns bewusst dafür entschieden, die 50 Meter Bahnen beizubehalten", so Stefan Babis. In vielen anderen Bäder werden die Bahnen auf 25 Meter verkürzt. Das Heidebad habe damit auch nach der Sanierung schon fast eine Art Alleinstellungsmerkmal. Dass zwei Bahnen künftig wegfallen, lässt der Stadtwerkechef so nicht gelten. Denn eine der jetzigen Schwimmbahnen sei bislang nicht zu einhundert Prozent nutzbar gewesen, weil der Einstieg ungünstig lag. Das werde beim Umbau behoben. Statt der zwei Bahnen wird es einen Spray-Ground, ein Areal mit Wasserspielen, geben.

Skeptiker der Maßnahme bittet Stefan Babis um Geduld. Zur Zeit werde die Feinplanung erarbeitet. Die werde öffentlich vorgestellt und dann könne jeder Heidebadfan sehen, was genau entstehen werde. Zum Umbau gebe es grundsätzlich keine Alternative. "Es geht auch darum, dass wir die Kosten im Griff behalten müssen", sagt Babis.