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Stadtelternrat Buxtehude: Start ins Schuljahr ist für viele unbezahlbar

Nicht nur der Start ins Schülerleben kostet Eltern viel Geld. Immer zu Schuljahresbeginn sind hohe Summen fällig Foto archiv/ah
Stadtelternrat diskutiert mit der Diakonie ein soziales Problem

tk. Buxtehude. Wie teuer ist der Start ins Schuljahr? Mit dieser Frage beschäftigt sich der Stadtelternrat Buxtehude während seiner Sitzung am Dienstag, 20. November (19.30 Uhr in der Grundschule Am Rotkäppchenweg). Grundlage der Diskussion ist eine Auswertung der jährlichen Schulstartkosten in verschiedenen Schulen und Klassenstufen. "Es geht nicht darum, teure und günstige Schulen zu unterscheiden", sagt Daniela Sturm, Vorsitzende des Stadtelternrats. Die Elternvertreter wollen mit Daten und Fakten ein großes Problem aufzeigen: Für viele Mütter und Väter mit geringem Einkommen ist der Start ins neue Schuljahr nicht zu bezahlen.
Bei diesem Thema ist auch der Diakonieverband Buxtehude-Stade mit im Boot. Der hatte im Sommer Gutscheine für Schulmaterialien an bedürftige Familien ausgegeben. Das Geld, je 10.000 Euro pro Kirchenkreis, stammte aus der NDR-Spendenaktion §Hand in Hand für Norddeutschland".
"Die Mittel haben bei weitem nicht gereicht", sagt Nadine Frenkel, die beim Diakonieverband federführend für das Hilfsprogramm verantwortlich war. "Die Summe war schnell aufgebraucht und wir hatten noch viel mehr Anfragen", so Frenkel.
Das Grundproblem: Für jedes Schulkind gibt es entweder vom Jobcenter oder aus dem Bildungs- und Teilhabepaket 70 Euro zum Schuljahresbeginn und weitere 30 Euro zum Schulhalbjahr.
Wie weit die Schere zwischen Förderung und tatsächlichen Kosten auseinanderklafft, zeigt die Befragung durch den Stadtelternrat zu den tatsächlichen Kosten. Sie liegen bei der ersten Klasse der Buxtehuder Grundschulen im Durchschnitt bei 270 Euro in Buxtehude. "Dabei ist noch nicht einmal berücksichtigt, dass die Turnschuhe vielleicht im Laufe des Jahres zu klein werden", sagt Daniela Sturm.
Die Auswertung der Spendenaktion der Diakonie und das Zahlenwerk des Stadtelternrates sollen während eines gemeinsamen Treffens demnächst diskutiert werden. Doch schon jetzt zeigt sich deutlich: Es gibt dringenden Handlungsbedarf. Die Grundausrüstung für ein Schuljahr darf nicht unbezahlbar sein.