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Warum wurde Tanztee der städtischen Seniorenarbeit in Buxtehude gestrichen?

Helmut Beckedorf macht mit dem "Tanztee für Senioren" im Gildehaus weiter Foto: privat
Einige Senioren sind auf die städtische Seniorenarbeit sauer

tk. Buxtehude. Was ist da los? Der Tanztee für Senioren, eine regelmäßige Veranstaltung der städtischen Seniorenarbeit im "Gasthaus zur Erholung", soll ersatzlos gestrichen worden sein. Zwischen der für die städtische Seniorenarbeit zuständigen Mitarbeiterin und einigen der tanzfreudigen Senioren soll es Zoff gegeben haben. So wurde seitens der Senioren kritisiert, dass es zu wenig Werbung für die Veranstaltung gebe. Daraufhin, so Helmut Beckedorf, der auf dem Tanztee Musik macht, sei die Traditionsveranstaltung für die ältere Generation, die es seit 20 Jahren gebe, seitens der Stadt einfach beendet worden.
Allerdings, so Beckedorf zum WOCHENBLATT, hätten sich einige Senioren mit der Bitte an ihn gewendet: "Der Tanztee darf nicht sterben." Daraufhin hat Musiker Beckedorf, der mit seinem Keyboard für die richtigen Melodien und Rhythmen sorgt, einen Raum im Gildehaus besorgt und an jedem letzten Mittwoch im Monat wird es weiterhin um 15 Uhr den "Tanztee für Senioren" geben. 
Der frühere Profimusiker weiß, dass im Durchschnitt 35 Seniorinnen und Senioren zum Tanztee kommen. "Für die ist das eine wichtige Veranstaltung." Wer gehbehindert ist, und trotzdem dabei sein will, wird von Beckedorf sogar abgeholt. "Musik und Tanz sind Balsam für die Seele", begründet er sein Engagement.
Und was sagt die Stadt? Der Tanztee sei zuletzt immer weniger nachgefragt worden, erklärt Susanne Epskamp, Fachgruppenleiterin Soziales, Wohnen und Familie. Weil sich die Angebote in der Seniorenarbeit ändern, würden neue Angebote entstehen. Zudem gebe es zwei Mal im Monat Seniorentanz in der Begengungsstätte "Hoheluft". Mit fehlendem Geld habe dass aus für die Veranstaltung aber nichts zu tun.