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Buxtehude und die Agentur "Future Candy": Wer hat jetzt wem gekündigt?

Das Aus der Zusammenarbeit mit "Future Candy" wirft noch Fragen auf

tk. Buxtehude. Dass es ein weiteres Ermittlungsverfahren in Sachen "Maulwurfsuche" gibt, hat mit einem WOCHENBLATT-Artikel über den nicht-öffentlichen Teil im Wirtschaftsausschuss am 17. Oktober zu tun. Wirtschaftsförderin Kerstin Maack hatte den Mitgliedern erklärt, dass die Zusammenarbeit mit der Hamburger Agentur "Future Candy" beendet sei. Die sollte mit der Stadt zusammen die Innovationsförderung neu aufstellen.

Das Aus der Zusammenarbeit kam für die Buxtehuder Wirtschaftspolitiker überraschend. Seit der - ebenfalls nicht-öffentlichen - Auftaktveranstaltung im April wurden sie nicht informiert. Weitere Treffen zwischen der Agentur und "Future Candy" waren nicht-öffentlich.
Nachfassen würde sich aber für die Politik lohnen, denn es gibt einen offensichtlichen Widerspruch zwischen der Argumentation der Stadt und der Sichtweise von "Future Candy". Gegenüber dem WOCHENBLATT hatte die Agentur erklärt, dass sie selbst die Zusammenarbeit mit Buxtehude gekündigt habe, weil es nicht vorangegangen sei.
Die Agentur-Mitarbeiter hätten den Eindruck gehabt, dass Neues zwar gewollt sei, traditionelles Denken eine Innovationsförderung aber ausbremse. Ein Weitermachen wäre daher die Verschwendung von Steuergeld, so die Agentur damals gegenüber dem WOCHENBLATT.

Im Protokoll der nicht-öffentlichen Sitzung des Wirtschaftsausschusses liest sich das aber ganz anders: Der Dienstleister sei der Umsetzung nicht gewachsen. Daher beabsichtige die Verwaltung, das Auftragsverhältnis zu beenden. Besteht jetzt noch ein Vertragsverhältnis? Wer hat wem gekündigt? Das sind offene Fragen, die geklärt werden müssen.
"Future Candy" will sich nicht mehr öffentlich äußern. Offenbar steht die Agentur unter Druck, wohl auch mit dem Hinweis auf mögliche juristische Konsequenzen.
Egal wie es jetzt auch weitergeht und wer nun wem gekündigt hat - Werbung in Sachen Innovation hat die Estestadt damit nicht für sich gemacht.