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Buxtehude: "Wir sehen zwei Risiken"

Nick Freudenthal, stellvertretender Fraktionsvorsitzende der SPD Buxtehude (Foto: archiv)

Nick Freudenthal (SPD): So steht seine Fraktion zum Haushaltsentwurf 2019


ab. Buxtehude. Laut Haushaltsentwurf 2019 will die Hansestadt in den kommenden vier Jahren 100 Millionen Euro investieren. Die Buxtehuder Sozialdemokraten haben sich jüngst zurückgezogen, um über den Etat zu beraten. Jetzt hat der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Nick Freudenthal dem WOCHENBLATT Einblick in das Ergebnis gewährt.

"Wir tragen den Haushalt voll und ganz mit", informiert der Fraktions-Vizechef. Allerdings mit Einschränkung: "Wir sehen zwei Risiken: Werden wir alle Vorhaben auch innerhalb dieser Zeit umsetzen können und passt es dann auch noch finanziell?"

Die größten Investitionen würden in die Sanierung der drei Schulzentren fließen: Während an der IGS Maßnahmen bereits angelaufen sind, müssten das Schulzentrum Süd und die Halepaghen-Schule noch "komplett neu angefasst werden", sagt Freudenthal. "Dort laufen noch die Ausschreibungsverfahren." Alle zusammen würden ein Investitionsvolumen von ca. 30 Mio. Euro ausmachen. "Damit wir zeitlich und finanziell im Limit bleiben, müssen wir mit allen Maßnahmen im kommenden Jahr beginnen." Dazu gehörten auch die Sanierungen der Hallen Nord und Süd, die einen neuen Hallenteil bekämen. "Mehr als die Hälfte der geplanten 100 Mio. Euro fließt in Bildung und Struktur - das finden wir richtig und wichtig", meint der Sozialdemokrat. "Die Hansestadt kann sich das leisten."

Ob alle Vorhaben innerhalb des anvisierten Zeitraums umsetzbar sind, so Nick Freudenthal, "können wir heute noch nicht abschätzen. Wir vermuten nicht." Denn bei zwei Schulzentren und zwei Hallen stelle sich die Frage, ob ein passender Anbieter gefunden werden könne. Dazu käme auch das Projekt des Buxtehuder Sportvereins (BSV), der eine Vereinshalle nahe der Halle Nord bauen möchte. "Das Vorhaben soll mit einer Mio. Euro unterstützt werden." #+Weitere große Investitionen fließen in die Entwicklung des Wohngebiets Giselbertstraße (8,5 Mio. Euro), in den Bau weiterer Spielplätze (zwei Mio. Euro) und in Straßensanierungen (sechs bis acht Mio. Euro).

"Inhaltlich wollen wir Akzente setzen, beispielsweise beim Schaffen von günstigem Wohnraum. Wie gelingt uns das?" Es sollte Mietzuschüsse für Menschen mit Wohnberechtigungsschein geben. "Solange es keine günstigen Wohnungen gibt, wollen wir die Menschen finanziell unterstützen."

Außerdem wolle man angehende Erzieherinnen und Erzieher freiwillig mit 1.100 Euro monatlich unterstützen, unabhängig davon, ob sich diese gerade in der Praxis- oder der Schulphase befänden. Bislang habe Buxtehude die Anwärter mit 570 Euro unterstützt, aber nur in der Praxisphase. "Stade ist darin ein Vorbild, da wollen wir nachziehen und wettbewerbsfähig bleiben."