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Die Zukunft des Buxtehuder Verkehrs

An der Kreuzung Bahnhofstraße und Gildestraße vor dem Buxtehuder Bahnhof treffen sämtliche Verkehrsmittel aufeinander. Im VEP werden sie alle berücksichtigt

Neuer Verkehrsentwicklungsplan als Grundlage für Stadt- und Verkehrsentwicklung vorgestellt

ab. Buxtehude.
Zu Fuß, mit dem Fahrrad, dem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln: Für die meisten der rund 40.000 Buxtehuder spielen Fortbewegungsmöglichkeit und Verkehr eine große Rolle. Eine Analyse des Ist-Zustandes und einen Ausblick auf spätere Entwicklungen legte jetzt Diplom-Ingenieurin Anne Mechels von der Planersocietät aus Bremen in einem Verkehrsentwicklungsplan (VEP) dem Ausschuss für Stadtentwicklung vor. Nach dessen Fertigstellung könnte das Parkhaus am Bahnhof errichtet werden, das Politik und Verwaltung als mögliches Projekt in Angriff nehmen wollen.

Erste Erkenntnisse soll er bringen, der neue VEP, so der Erste Stadtrat Michael Nyveld zu Beginn der Sitzung. Der vorangehende VEP sei 20 Jahre alt und überholt. "Wir brauchen den neuen Plan, an dem wir zukünftige Bauleit- und Flächennutzungspläne ausrichten können."
Der VEP soll zur Festlegung der strategischen Grundsätze für zukünftige Verkehrsentwicklung in den nächsten zehn bis 15 Jahre dienen. Dazu hatte Anne Melches bei der Analyse viele Entwicklungen berücksichtigt, vom Klima- und demografischen Wandel über steigende Energie- und Mobilitätskosten bis hin zur Elektromobilität. Sämtliche Fortbewegungsmöglichkeiten waren dabei von den Verkehrsplanern beleuchtet sowie Verkehrszählungen durchgeführt worden. Auch die 14 Parkplätze mit insgesamt 749 Stellplätzen hatten die Planer unter die Lupe genommen.

Weil sie einen Großteil des Verkehrs ausmachen, spielen Pendler ebenfalls eine große Rolle. 17.500 Pendler gibt es laut Analyse in und um Buxtehude. Davon pendelt mit 7.300 Personen der größte Teil nach Hamburg, knapp 2.000 nach Harburg und 1.600 nach Stade. Der Rest bewegt sich in einem Umkreis von zehn Kilometern.

Über eine Online-Abfrage konnten sich auch Buxtehuder beteiligen und dabei Schwachstellen angeben oder Vorschläge einbringen. Fast 600 Interessierte nutzten diese Chance. Als eine "Grundlage, mit der sich gut arbeiten lasse" bezeichnete Anne Mechels die Beiträge. Dort waren u. a. die Verlängerung der Bahnhofstraße, eine Querungshilfe am Ottensener Weg oder das Radfahren am Ellerbruch oder der Stader Straße, der "Shared Space" am Torfweg und fehlende Parkmöglichkeiten am Bahnhof aufgegriffen worden.

Eine Zeitschiene legte Mechels ebenfalls vor: Nicht vor 2019 werde der fertige VEP vorliegen. Arnhild Biesenbach (CDU) reagierte entgeistert: Die zeitliche Dauer sei länger, als sie gedacht habe. "In meinen Vorstellungen hätten wir das Projekt Parkhaus schon in 2018 angehen können. Jetzt müssen wir bis 2019 warten", stellte sie bedauernd fest. Ulrich Felgentreu (Grüne) vermisste Zahlen zum Transitverkehr auf Hauptverkehrsstraßen.

Antworten darauf sowie Anlaysen zur A26-Anbindung sollen von Ratsmitgliedern, Mitgliedern von Fahrrad-Vereinen und der Polizei in einem nicht-öffentlichen Workshop am 26. Juni diskutiert und beraten werden.