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Halle Nord in Buxtehude: Sanierung oder besser ein Neubau?

Eine Sanierung der Halle Nord wäre viel zu teuer Foto: archiv/tk
Halle Nord: Runderneuerung wäre extrem teuer

tk. Buxtehude. Wirklich überraschend war das nicht: Die Sanierung der maroden Halle Nord wird so teuer, dass ein Neubau vermutlich die bessere Lösung ist. Die Schul- und Baupolitiker haben sich jüngst gemeinsam die Fakten angehört.
Eine Sanierung würde mindestens 9,5 Millionen Euro kosten. Wenn die Arbeiten so umfangreich ausfallen, dass die Halle weiterhin Bestandsschutz hat, sogar 11 Millionen Euro, erklärt Stadtsprecher Thomas Bücher auf WOCHENBLATT-Nachfrage. Ein Neubau, dem ein identisches Raumprogramm wie den Sanierungsplänen zu Grunde liegt, würde mit ungefähr 10,5 Millionen Euro zu Buche schlagen. Über den richtigen Weg wird jetzt die Politik entscheiden.

Grundlage der Planung waren mehrere Zielvorgaben: Der Brandschutz muss auf den aktuellen Stand, der Lärm sollte von der Anwohner-Seite stärker abgewendet werden, eine Erweiterung und Aufwertung des Foyers war vorgesehen. Letzteres auch im Hinblick auf das Vereinssportzentrum, das der BSV in seiner Regie auf dem Schulgelände nebenan plant und baut und das die Stadt mit knapp einer Million Euro fördert.

Was angesichts der ohnehin hohen Kosten für eine Sanierung ebenfalls gegen diese Variante spricht: Die Wahrscheinlichkeit, dass in Laufe der Arbeiten einige teure Überraschungen auftauchen, ist hoch. Beim Neubau der Aula Süd führte das zu Mehrkosten in Höhe von einigen Hunderttausend Euro.

Ein Neubau würde der Stadt zudem eine Sporthalle, die auch die Heimat der Bundesliga-Handballerinnen des BSV ist, auf aktuellem Stand bescheren. Ein Wunsch, der aus dem Leistungssport schon häufig zu hören war.

Eine Überlegung dürfte jetzt wieder aktuell werden: Im Jahr 2015 war es Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt, die über eine Mehrzweckhalle, also für Sport und Veranstaltungen, nachgedacht hatte. Eine erste Machbarkeitsstudie hatte gezeigt, dass ein solches Großvorhaben baurechtlich auf dem Schulgrundstück hinzubekommen sei. Die Kosten, knapp 14 Millionen Euro, hatten die Politik aber zurückschrecken lassen. Ein Neubau "ohne Mehrzweck" liegt aktuell allerdings auch schon bei 10,5 Millionen Euro.