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Klemens Kowalski will Bürgermeister werden...aber nicht in Buxtehude

Hier will er hin: Klemens Kowalski vor dem Rathaus in Strasburg in der Uckermark Foto: privat
... aber nicht in Buxtehude / Kandidatur in seiner alten Heimat Strasburg in der Uckermark

tk. Buxtehude. Faustdicke politische Überraschung: Klemens Kowalski will Bürgermeister werden. Allerdings nicht in seiner derzeitigen Heimat Buxtehude, sondern in Strasburg in der Uckermark. Dort hat der Ratsherr der Linken seine Kindheit und Jugend verbracht. Die Kandidatur ist für Kowalski kein politischer Spaß-Ausflug in seine  alte Heimat. Er meint es ernst. "Einerseits bin ich aus Strasburg, kenne Land und Leute, und andererseits seit fast 20 Jahren weg und habe daher einen guten Blick von außen." Er rechnet sich durchaus Chancen auf den Spitzenjob im Rathaus aus. "Zumindest eine Stichwahl halte ich für möglich", sagt Klemens Kowalski.
Das WOCHENBLATT erreicht Klemens Kowalski in Strasburg. Es ist sein erster großer Wahlkampfeinsatz. "Viele Menschen kennen mich noch", stellt er fest. Er mischt zumindest jetzt schon den Wahlkampf auf. "Bei der letzten Bürgermeisterwahl gab es eine große Veranstaltung der Kandidaten, jetzt sind es schon vier." Bereits im Mai hatte er sein Wahlprogramm für Strasburg fertig gestellt. Seine zentralen Ziele: Die 5.000-Einwohner-Städtchen attraktiver zu machen, besser zu vermarkten, Neubürger zu gewinnen. 33 Prozent aller Strasburger seien älter als 66 Jahre. Viele Jüngere seien weggezogen. Die will er zurückgewinnen und Neubürger anlocken. "Eine tolle Stadt, eine wunderschöne Landschaft und sehr viele Möglichkeiten", wirbt Kowalski für seine alte Heimat.
Die kommunalpolitischen Themen des Städtchens hat er drauf. "Ich habe viele Protokolle von Sitzungen gelesen". Außerdem sei er häufig bei seiner Familie zu Besuch.
"Das macht einfach Spaß", sagt der Bürgermeisterkandidat über den Wahlkampf. Auch wenn es anstrengend wird. Als Ex-Strasburger mit Job in Hamburg und Familie in Buxtehude wird er viele Kilometer fahren müssen. "Abends hin und morgens zurück." Drei Mal die Woche will Klemens Kowalski in Strasburg und den Ortsteilen Präsenz zeigen.
Bis zum Jahr 2000 hat er dort gewohnt und seine Karriere als Beamter dort begonnen, wo er jetzt hin will: im Strasburger Rathaus. Die mit seiner Familie abgestimmte Kandidatur bringe vielleicht sogar einen grundsätzlichen Imagegewinn für eine Region, die unter dem Pauschalverdacht rechtslastiger Politik stehe. "Ein Bürgermeister der Linken mit einer afrikanischen Frau würde ein ganz anderes Bild zeigen." Klemens Kowalski will es wissen: "Ein Interesse, Strasburg als Sprungbrett für andere politische Karrieren zu nutzen, habe ich nicht. Man sollte einen Job nur beginnen, wenn man vor hat, ihn zu beenden", steht auf seiner Homepage als Bürgermeisterkandidat.