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Silke Hoklas (Grüne) tritt zurück: "Das ist eigentlich ein falsches Signal"

Dr. Silke Hoklas (li., Die Grünen) mit Fachbereichsleiterin Susanne Epskamp Foto: tk
tk. Buxtehude. Dr. Silke Hoklas (Die Grünen) hat ihr Ratsmandat am vergangenen Montag zurückgegeben. "Ich habe lange mit mir gerungen", sagt sie dem WOCHENBLATT. Denn die Entscheidung, ihren Sitz aufzugeben, "sei eigentlich das verkehrte Signal". Silke Hoklas ist noch in Elternzeit. Ihr Sohn ist sieben Monate alt. Wenn sie im kommenden Jahr wieder beim Institut für Berufliche Bildung arbeitet, werde die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Politik schwierig werden. 

Seit der jüngsten Kommunalwahl im Herbst 2016 ist Silke Hoklas Ratsmitglied und hat den Vorsitz im Sozialausschuss übernommen. Da sie neu im Rat war, hat Hoklas einen eigenen Stil entwickelt, ihre Sitzungen zu leiten. Diskussionen, die eine ständige Wiederholung des bereits Gesagten waren, hat es im Sozialausschuss nicht gegeben. "So etwas ist ermüdend", sagt sie. Rückblickend stellt sie fest, dass das erste Jahr vor allem eine Art der kommunalpolitischen Orientierungsphase gewesen sei. "Was geht an Themen? Mit welchen anderen Fraktionen gibt es welche Gemeinsamkeiten."

Soziale Themen sind der Politikerin ein Anliegen. Dass es jetzt den qualifizierten Mietspiegel gibt und für Buxtehude eine Integrationsbeauftragte, seien Erfolge im Sozialausschuss, über die sie sich freue. 

Anderen Frauen empfiehlt Silke Hoklas, "sich nicht nur zu ärgern, sondern zu gestalten" - also rein in die Politik. Für sich selbst schließt sie die Rückkehr nicht aus. "Nicht sofort, aber ich würde gerne weitermachen", sagt Silke Hoklas.

Ihr folgt als neuer grüner Ratsherr Thomas Lange, der bislang Beisitzer der Grünen in Ausschüssen war.