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Buxtehude: In 2019 tiefer in die Tasche greifen

Stadtwerke-Chef Stefan Babis (li.) und Prokurist Daniel Berheide mit zwei Zertifikaten, die die Stadtwerke für die 100-prozentige Versorgung mit Ökostrom seit dem Jahr 2016 erhalten ahben

Gas und Strom werden teurer: Rohstoffmärkte reagieren auf Krisen - und auf politische Tweets

ab. Buxtehude.
Ab 2019 werden Gas und Strom teurer: Für einen durchschnittlichen Stromkunden mit einem Jahresverbrauch von 2.800 Kilowattstunden steigt der Preis um 1,19 Euro pro Monat. Beim Gas sieht es schon etwas anders aus: Hier wird es bei einem Gasverbrauch von 18.000 Kilowattstunden pro Jahr zu einem Anstieg um 7,14 Euro pro Monat kommen. 

"Wir können seit einem Jahr beobachten, dass die Preise anziehen", sagt Stadtwerke-Chef Stefan Babis. Grund dafür seien die globalen Rohstoffmärkte, die empfindlich reagierten - auf Krisen in Nahost ebenso wie auf Ankündigungen aus China oder aber auf Tweets, die Staatsoberhäupter wie US-Präsident Trump über Twitter veröffentlichen, wie z. B. die jüngsten Verbal-#+attacken gegen den französischen Präsidenten Macron. Mit spürbaren Auswirkungen: Die Börsenpreise für Erdgas seien seit Sommer 2017 um ca. 60 Prozent gestiegen, die für Strom hätten sich sogar verdoppelt. 

Noch vor einem Jahr hätten Berater, die für ihre Analysen auf Berichte der Weltbank zugriffen, den Stadtwerken signalisiert, dass sich die Preise kaum nach oben entwickeln würden. "Das ist anders gekommen", stellte Stefan Babis fest.

Aufgrund der Einkaufsstrategie der Stadtwerke, die laut Prokurist Daniel Berheide "über einen langfristigen Zeitraum verteilt einkaufen", könne die Preissteigerung noch einigermaßen überschaubar ausfallen. "Obwohl wir den Anstieg des Gaspreises mit Sorge sehen, denn wir wissen, dass das dem Kunden schon wehtut", ergänzte Berheide. Keinen Einfluss habe man aber auf Kostenpositionen wie Umlagen, Konzessionsabgaben und die Mehrwertsteuer, die knapp 75 Prozent des Strompreises und 60 Prozent des Gaspreises ausmachten. Hier gebe es leider keine Entlastung.

Trotz Erhöhung seien Kunden bei den Stadtwerken immer noch gut aufgehoben. "Unser Preis ist im Vergleich zu anderen Anbietern immer noch gut", sagt Babis. "Wir gehören deutschlandweit zu den günstigsten."

Außerdem hätten die Stadtwerke noch einiges mehr zu bieten: vom Engagement für erneuerbare Energien, unter anderem durch die Versorgung mit 100 Prozent Ökostrom, über die Verteilung regionaler Aufträge, wie beispielsweise beim Umbau des Kundencenters, bis hin zur Kundenbetreuung. Babis: "Andere Anbieter lassen nicht einen Cent vor Ort. Und bei uns gibt es im Bereich Kundenbetreuung mehr als nur ein Online-Formular oder ein Telefongespräch: Wir bieten Kundenberatung im persönlichen Kontakt."