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Buxtehuder Unternehmenspleiten: "Rotring" macht jetzt auch dicht

Hier werden zum Monatsende die Türen abgeschlossen Foto: tk
35 Jobs gehen verloren / Schwarze Serie von Buxtehuder Pleiten

tk. Buxtehude. Die nächste Hiobsbotschaft für den Wirtschaftsstandort Buxtehude: Das zum Bilfinger-Konzern gehörende Unternehmen "Rotring" wird geschlossen. 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verlieren ihre Jobs. Bilfinger-Konzernsprecher Peter Stopfer bestätigt das Aus für den Standort Buxtehude. Wirtschaftliche Gründe hätten den Ausschlag gegeben. "Rotring" habe in den vergangenen Jahren schon keine Gewinne mehr erwirtschaftet, sagt Stopfer. 

"Rotring" war eine Perle in der Buxtehuder Unternehmenslandschaft. Der Spezialist für Ingenieurdiensteistungen für Gas- und Ölturbinen im Kraftwerksbau wurde 1988 von Michael Schmidt gegründet. Er hatte "Rotring" 2010 an Bilfinger verkauft. Rotring war damals hochprofitabel, hatte 46 Mitarbeiter und erzielte einen Jahresumsatz von rund 30 Millionen Euro. Als kleiner Teil im großen "Bilfinger"-Konzern ist "Rotring" offenbar untergegangen. "Bilfinger" mit Sitz in Mannheim befindet sich gegenwärtig in einer Krise. Das "Handelsblatt" schreibt etwa im Juni, dass Gesetzesbrüche an der Tagesordnung gewesen seien. Der ehemalige Vorstandschef Roland Koch, vormals CDU-Ministerpräsident in Hessen, soll sogar Schadenersatz leisten, weil er kein Compliance-System, ein Regelwerk für gute Unternehmensführung, durchgesetzt habe.

Im großen Durcheinander ist die kleine Buxtehuder Tochter offenbar keine bedeutende Größe  mehr gewesen. Was mit der Immobilie an der Rudolf-Diesel-Straße geschehen wird, ist nach Angaben von Unternehmenssprecher Stopfer noch nicht geklärt.

Das Ende von "Rotring" reiht sich in eine Reihe von weiteren Unternehmensschließungen in Buxtehude in diesem Jahr ein: Den Anfang machte Bacardi. Das Werk am Alten Postweg wird geschlossen. Beim Saatguthersteller Pioneer an der Apennser Straße verlieren durch das Aus 69 Menschen ihren Job, Bei "Crane Payment Innovation" (früher National Rejector) werden 70 Stellen abgebaut. Außerdem ist "Lintec" insolvent.
Seit Januar haben damit rund 300 Menschen ihre Jobs verloren, weil die teils jahrezehntelang ansässigen Unternehmen dicht machen.

Was "Rotring"-Gründer Michael Schmidt über das Ende seines ehemaligen Unternehmens denkt, lesen Sie in der kommenden WOCHENBLATT-Ausgabe.