Müllberge und Gewalttaten sorgen für Angst und Schrecken in Bassenfleth
Ärger mit dem "Axtmann"

Wann wird der Müll endlich weggeräumt, fragen sich viele Bürger in Bassenfleth und Umgebung
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sla. Bassenfleth. Schon seit über einem Jahr beschweren sich immer wieder Bürgerinnen und Bürger über Müll in Bassenfleth. Timo Gerke, Bürgermeister von Hollern-Twielenfleth, ist es nun leid und möchte, dass dieser Müll endlich beseitigt wird. Laut Gerke liegt der Unrat, bei dem bereits Ratten gesichtet worden sein sollen, auf öffentlichem Grundstück, daher ist seiner Meinung nach das Ordnungsamt der Samtgemeinde Lühe zuständig. Das lässt aktuell von der Straßenmeisterei prüfen, ob sich der Müll tatsächlich auf öffentlichem oder aber auf privatem Grund befindet.
Trotz mehrfacher Gespräche hinsichtlich des Mülls zeigte sich der Verursacher des Mülls, ein Anwohner, der in seinem Vorgarten diverses Gerümpel lagert und dieses als Kunst bezeichnet, gegenüber dem Ordnungsamt bislang nicht einsichtig, seinen nahe dem Straßenrand gelagerten Müll zu beseitigen. Erst wenn sich jemand an dem Müll verletze oder dieser eine Gefährdung darstelle, könne man auf privatem Grundstück eingreifen, ansonsten habe das Ordnungsamt keine rechtliche Handhabung, wurde dem WOCHENBLATT mitgeteilt.
Sollte es sich jedoch um öffentlichen Grund handeln, werde der Anwohner zur Räumung aufgefordert. Wenn sich dieser dann nicht kümmert, wird der Müll auf seine Kosten von der Gemeinde entsorgt.
Die Situation ist Politik und Verwaltung schon länger ein Dorn im Auge - und hierbei geht es nicht nur um Müll. Denn der betreffende Anwohner ist als "Axtmann" hinreichend bekannt und verbreitet Angst und Schrecken bei den Mitbürgern durch seine Gewalttaten. Polizei und Feuerwehr mussten bereits mehrfach einschreiten, in den letzten zwei Jahren kam es zu rund 50 Vorfällen von Sachbeschädigung, Beleidigungen und tätlichen Angriffen mit Axt und Messer, sagt Polizeipressesprecher Rainer Bohmbach. Auch in der Altländer Sparkasse in Hollern wütete der Mann mit einer Axt, schlug außerdem auf Verkehrszeichen und das Abwasserpumpwerk ein. Trotz mehrfacher Einweisungen war der Mann kurze Zeit später wieder zu Hause. Die Betreuerin des Mannes sowie der Sozialpsychiatrische Dienst des Landkreises sind involviert, dennoch ist die Rechtssituation schwierig, denn ohne richterliche Anordnung dürfen Personen nicht länger festgehalten werden und die Einweisung in eine geschlossene Einrichtung ist ein langwieriger Prozess. Man könne nur hoffen, dass dem Mann bald geholfen wird, so der Polizeipressesprecher, um für alle Beteiligten eine Entspannung der Situation zu erreichen.

Autor:

Susanne Laudien aus Buxtehude

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