Vogelnester gesucht
Die Grundschule Hammah startet wieder das erfolgreiche Projekt "Schwalbenzählen im Unterricht"

Den Schwalben-Forscherausweis haben die Kinder immer dabei Foto: jab
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jab. Hammah. Wie sie eine Rauchschwalbe von einer Mehlschwalbe unterscheiden können, das wissen die 20 Schüler der 2b von Klassenlehrerin Stefanie Heilmann-Kahn ganz genau. Ihr Wissen zeigen die kleinen Vogelexperten der Grundschule Hammah eindrucksvoll bei der Auftaktveranstaltung zum Projekt "Schwalben Willkommen" des Landkreises Stade.

Die Rauchschwalben haben eine rote Kehle und den typischen Schwalbenschwanz, die Mehlschwalben hingegen besitzen eine komplett helle Unterseite, erklären die Schüler. Waltraud Schwarz und Rainer von Brook vom BUND wiederholen mit den Kindern gemeinsam, was sie bereits im vergangenen Schuljahr zum Thema Schwalben gelernt haben. Denn nun beginnt wiederNab die Zeit des Nesterzählens. Wichtig ist dabei auch, die Nester voneinander unterscheiden zu können. Fast geschlossene Nester, die meist in Gebäuden wie Ställen zu finden sind, gehören zu den Mehlschwalben. Die offenen Nester außen an Hauswänden werden von den Rauchschwalben gebaut.

Um die Nistplätze zu zählen, suchen die Schüler in ihrer Freizeit nach Schwalben und schauen nach, ob sie auch in der Nähe nisten. Damit auch die Hausbesitzer aufgeklärt werden können, haben die Kinder immer ihren Schwalbenforscher-Ausweis dabei, wenn sie sich nach Nestern erkundigen. Im vergangenen Jahr wurden sieben Mehl- und sogar 65 Rauchschwalbennester im Einzugsgebiet der Schule gezählt.

Die Grundschule Hammah wurde für ihr Engagement jetzt sogar mit der Plakette "Hier sind Schwalben willkommen" gewürdigt. Zusätzlich dazu gab es als Geschenk für die Schule zwei Nistmöglichkeiten für Schwalben, die nun von Hausmeister Michael Henn angebracht werden. Ziel dieses Projekts sei es, die Kinder für die Tiere zu sensibilisieren, so Heilmann-Kahn. So solle auch die Basis eines Bewusstseins für Naturschutz geschaffen werden. Durch die Zählungen kann beobachtet werden, wie sich die Schwalbenpopulation im Landkreis über Jahre verändert oder ob sie konstant bleibt. Initiiert wurde die Aktion vom Landkreis Stade in Zusammenarbeit mit dem NABU, dem BUND und der Ornithologisch-Naturkundlichen Arbeitsgemeinschaft (ONAG) und richtet sich nicht nur an Schulen, sondern auch an Privatpersonen.

Jeder kann die Schwalben zählen
Für das gute Gelingen des Projekts sind die Initiatoren darauf angewiesen, dass möglichst viele Menschen daran mitwirken. Jeder, der einen bewohnten Nistplatz entdeckt, kann diesen per E-Mail an schwalben-willkommen@landkreis-stade.de beim Landkreis Stade melden. Dabei ist es vor allem interessant zu wissen, um welche Schwalbenart es sich handelt. Aufgerufen dazu sind sowohl Privatpersonen als auch Schulklassen.
• Weitere Informationen zu dem Projekt gibt es unter www.landkreis-stade.de.

Den Schwalben-Forscherausweis haben die Kinder immer dabei Foto: jab
Schulleiterin Sabine Dede (v.li.), Rainer von Brook und Waltraud Schwarz vom BUND, Hausmeister Michael Henn, Klassenlehrerin Stefanie Heilmann-Kahn und Janette Hagedorn-Schüch vom Landkreis Stade sind gespannt auf die Zählaktion Foto: jab

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