Zwischenruf: Die neue (Medien)-Welt

WOCHENBLATT-Redakteur Björn Carstens

Die Nachfrage bestimmt das Angebot: Was in der Wirtschaftswelt Gesetz ist, ist auch der Medienbranche nicht fremd. Nur ein Beispiel aus dieser Woche: Facebook und das Fotonetzwerk Instagram fielen am Dienstagmorgen für ungefähr eine Stunde aus. Unabhängig davon, dass dieser "Server-Down" die blanke Panik bei vielen Jugendlichen ausgelöst haben dürfte, wird an der großen Medienresonanz deutlich, in welcher Welt wir leben.

Dass zwei der bedeutsamsten sozialen Netzwerke der Welt für Pi mal Daumen 60 Minuten vom Netz sind, verdrängt für genauso lange andere wichtige Nachrichten aus den Schlagzeilen der Online-Plattformen: Griechenland-Krise? Kann warten! Gedenken an die Auschwitz-Toten? Dafür ist später noch Zeit!

Der User will lieber zuerst wissen, wann er den nächsten Post auf Facebook abgeben und sein Frühstücks-Foto auf Instagram hochladen kann. Das hat oberste Priorität. Der Rest - egal. Ob die Netzpanne wohl auch Auswirkungen auf die Geburtenrate hat? Björn Carstens

Autor:

Björn Carstens aus Buxtehude

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