Bewohner der Dorfregion Nottensdorf-Bliedersdorf arbeiten gemeinsam am Dorfentwicklungsplan
"NoBlie" startet mit erstem Workshop

Gemeinsam arbeiten die Bürger von Nottensdorf und Bliedersdorf an ihrer Dorfentwicklung Foto: jab
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  • hochgeladen von Jaana Bollmann

jab. Bliedersdorf. "Die Dörfer Nottensdorf und Bliedersdorf wachsen zusammen und vermischen sich immer mehr", sagt der Bürgermeister von Bliedersdorf, Tobias Terne, zum Auftakt des ersten Workshops zur Dorferneuerung "NoBlie". Das sehe er auch an den Teilnehmern, die zur Projektarbeit erschienen seien.

Rund 30 Bürger sind für die Erarbeitung eines Dorfentwicklungsplans für die Dorfregion Nottensdorf-Bliedersdorf, der als Grundlage für die finanzielle Förderung durch das Land Niedersachsen dient, nach Bliedersdorf gekommen. "Mit so vielen Teilnehmern haben wir gar nicht gerechnet", meint Gunda Kiefaber, Zuständige für die Dorferneuerung in der Samtgemeinde Horneburg.

Schon im Vorfeld hatten die Menschen der Dorfregion zahlreiche Themen und Ideen zusammengetragen, die in Arbeitsgruppen definiert wurden. Beim Workshop standen nun die ersten drei Schwerpunkte auf dem Programm. Für die Themen "Baggersee", "Grün und Wege" und "Energie" fanden sich die Gruppen zusammen, die ihre Ideen in den jeweiligen Bereichen vertiefen wollten. Gemeinsam arbeiteten die Bürger an der Ausgestaltung von Projekten, Konzepten und Ideen für die Dorfentwicklung. Zudem wurde in jeder Gruppe ein Sprecher ernannt, der für das Planungsbüro "mensch und region" als Ansprechpartner dient. Angeleitet wurden die Bürger durch Wolfgang Kleine-Limberg, Ivar Henckel und Matthias Lange vom Planungsbüro aus Hannover.

Die AG Energie thematisierte unterschiedliche Ideen aus den Bereichen Energieeinsparung und -gewinnung sowie Klimaschutz. Unter anderem brachten die Teilnehmer energiesparende Straßenbeleuchtung, die Energiegewinnung durch Solarenergie, Ladestationen für Elektroautos und ein gemeinschaftliches Mobilitätskonzept für die Ortschaften ein. Sogar ein möglicher S-Bahn-Anschluss für Nottensdorf sowie ein gemeinsames Quartierskonzept für die Wärme- und Stromversorgung wurden als langfristige Projekte angefügt. Eine genauere Ausarbeitung der Ideen findet bei weiteren Terminen statt.

Die mögliche Nutzung für den Baggersee wurde in der Arbeitsgemeinschaft "Baggersee" vertiefend behandelt. Dabei wurden unterschiedliche Ideen für den Freizeittourismus und die Naherholung besprochen. Auch die potentielle Wiederherstellung von naturnahen Bereichen am See wurden bedacht. Dafür müsse die Naturschutzbehörde mit einbezogen werden. Daher kümmere sich die Gruppe um ein zuvor nötiges Treffen mit den entsprechenden Vertretern der Behörde, so die Arbeitsgruppe.

Vor allem die Wanderwege außerhalb der Ortschaften standen in der AG Grün und Wege im Fokus. Gedanken zur Aufwertung, Befestigung und touristischen Gestaltung wurden diskutiert. Auch die nicht-offiziellen Wege brachten die Teilnehmer mit ein. Auf einer Karte erfasste die Gruppe ihre Ideen, die im nächsten Schritt digitalisiert werden. Danach soll eine Begehung vor Ort und eine Abwägung der Ideen eigenständig erfolgen.

Alle Ergebnisse der Arbeitsgruppen werden in einem öffentlich einsehbaren Protokoll festgehalten. Zu finden ist er auf der Internetseite der Dorfentwicklung www.noblie.de. Auch weitere Termine und vertiefende Informationen zur Dorfentwicklung sind dort verfügbar. „Entscheidend ist, dass die Arbeitsgruppen nicht nur während der Termine für die Dorfentwicklung inhaltlich arbeiten, sondern ein stetiger Arbeitsprozess entsteht", so Matthias Lange.

Der nächste Workshop findet am 21. Juni um 18 Uhr im Lindenkrug Bliedersdorf statt, bei dem die übrigen Themenfelder auf dem Programm stehen. Die Veranstaltung steht allen Interessierten offen. Um Anmeldung bei Matthias Lange wird per E-Mail an lange@mensch-und-region.de oder unter der Telefonnummer 0511 - 444454 gebeten.

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