Brustkrebsfrüherkennung
2.200 Frauen eingeladen

Das Mammobil, die mobile Untersuchungsstation, steht bis zum 4. Juli in Hanstedt Fotos: Mammobil
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Samtgemeinde Hanstedt: Untersuchungen zur Brustkrebs-Früherkennung haben am Mittwoch begonnen.

mum. Hanstedt.
Am Mittwoch ist in Hanstedt der siebte Untersuchungszyklus im Zuge des Mammographie-Screening-Programms für Frauen in der Altersgruppe zwischen 50 und 69 Jahre gestartet. Etwa 2.200 Frauen aus Asendorf, Dierkshausen, Hanstedt, Quarrendorf, Nindorf, Schierhorn, Ollsen, Egestorf, Schätzendorf, Evendorf, Sahrendorf, Döhle, Undeloh, Wesel, Brackel, Thieshope und Marxen haben - oder werden im Laufe der nächsten Wochen - eine schriftliche Einladung und einen Termin für ihre Untersuchung zur Brustkrebsfrüherkennung erhalten. Das Mammobil, die mobile Untersuchungsstation, steht bis zum 4. Juli 2019 auf dem "Geidenhof" (Buchholzer Straße) in Hanstedt. Wer seinen Termin ändern möchte oder bis zum 21. Juni keine Einladung erhalten hat, sollte sich bei der "Zentralen Stelle" in Bremen, die für den Versand der Einladungen und die Terminvergabe zuständig ist, oder in der Screening-Praxis in Stade melden. Die Telefonnummern lauten 0421 - 36114094 (Bremen) und 04141-544445 (Stade). Termine können auch online geändert werden - unter www.niedersachsen.mammotermin.de.
An der vorangegangenen Screeningrunde zur Früherkennung von Brustkrebs vor zwei Jahren nahmen in der Region Hanstedt etwa 50 Prozent der eingeladenen Frauen teil. Die regelmäßige Teilnahme am Mammographie-Screening-Programm reduziert das persönliche Risiko, am Brustkrebs zu sterben, um 40 Prozent. Zu diesem Ergebnis kam eine Expertengruppe der WHO.
"Wenn bösartige Tumore in einem sehr frühen Stadium entdeckt und behandelt werden, haben die betroffenen Frauen gute Aussichten auf Heilung", sagt Dr. Thilo Töllner. Der Facharzt für radiologische Diagnostik mit Schwerpunkt Mammadiagnostik an der Klinik Dr. Hancken in Stade leitet die Röntgenreihenuntersuchungen im Elbe-Weser-Raum. "Dank der hohen Qualitätsstandards, der großen Erfahrung der Radiologen, die die Aufnahmen begutachten, und des Einsatzes von modernen Geräten gelingt es, Tumore in einem ganz frühen Stadium zu erkennen - lange bevor sie ertastet werden können."
Für die Untersuchung werden nur hochmoderne, strahlungsarme digitale Röntgengeräte eingesetzt. Jede Aufnahme wird von zwei speziell geschulten Radiologen betrachtet und im Fall von Auffälligkeiten in einer Konferenz besprochen. Erst danach fällt die Entscheidung, ob eine weitere Abklärung erforderlich ist. "So viel Sicherheit und Qualität bietet kein anderes medizinisches Programm für Frauen", so Töllner.

70.000 Brustkrebs-Erkrankungen im Jahr
Jedes Jahr erkranken in Deutschland 70.000 Frauen an Brustkrebs, 17.500 sterben daran. Besonders häufig treten Brustkrebs-Erkrankungen bei Frauen in der Altersgruppe zwischen 50 und 69 Jahren auf. In dieser Gruppe wird sich - statistisch gesehen - bei jeder 20. Frau ein bösartiger Brusttumor entwickeln. Die Bundesregierung hat 2002 das Screening-Programm beschlossen, das Frauen dieses Alters alle zwei Jahre den Zugang zur Mammographie erleichtern soll. In der Elbe-Weser-Region wurde das Screening im April 2006 eingeführt.
• Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.mammascreening-nord.de.

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