Arbeitssicherheit im Handwerk - Diese Vorschriften sollte Man(n) kennen

Lieber Vorsicht als Nachsicht!
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Kapselgehörschutz, Handschuhe, die richtige Arbeitsbekleidung, der Verzicht auf Schmuck jeglicher Art, kurze Fingernägel, das Zurückbinden der Haare, das Tragen einer Arbeitsbrille – All das sind Vorschriften, die die Arbeitssicherheit im Job erhöhen. Vor allem in handwerklichen Berufen kommt es verstärkt zu Arbeitsunfällen. Es gibt in der Arbeitswelt viel mehr Unfälle als im Verkehr. Alle acht Minuten kommt es in Deutschland zu einem schweren Arbeitsunfall. Das typische Opfer ist 44 Jahre alt, männlich und arbeitet über drei Jahre in einem mittelständischen Unternehmen. Vor allem Konstruktionsmechaniker, Dachdecker, Maurer, Feuerungs- und Schornsteinbauer leben gefährlich.

Schutzausrüstung wird nicht benutzt
Die häufigste Ursache tödlicher Unfälle sind Stürze, Stöße und Quetschungen. Über zehn Prozent der Todesfälle hätten mit einer adäquaten persönlichen Schutzausrüstung verhindert werden können. Dabei ist in mehr als 50 Prozent der Fälle nicht der Arbeitgeber Schuld, sondern der Arbeitnehmer, da er die gestellte Schutzausrüstung nicht benutzt.

Tödliche Arbeitsunfälle

Zu den häufigsten Gründen für tödliche Unfälle gehören die Nutzung unzulässiger Verkehrswege, der Aufenthalt in Gefahrenbereichen und die unsachgemäße Nutzung von Arbeitsmitteln. Sicherheitstechnische Mängel und unzureichende Sicherheitsvorkehrungen sind vor allem bei Stürzen ein Problem. Beschäftigte im Tief- und Hochbau sind besonders gefährdet. Von allen tödlichen Arbeitsunfällen passierten 17 Prozent im Baugewerbe. Am meisten sind Arbeitnehmer in Brandenburg und Bremen gefährdet. Sicherer unterwegs sind die Arbeitnehmer in Bayern und Hamburg.

Wettbewerbsfähigkeit und Produktivität

Arbeitssicherheit kann nicht nur Leben retten, sondern fördert vor allem in kleinen und mittelständischen Unternehmen auch die Wettbewerbsfähigkeit und Produktivität der Mitarbeiter. Durch Normänderungen soll die Arbeitssicherheit daher zusätzlich erhöht werden.

Giftige Lösungsmittel, Handverletzungen und Kniegelenkverschleiß
Auf der Baustelle lauern vor allem giftige Lösungsmittel oder andere Stoffe wie Zement. Das kann zu Allergien und schweren Krankheiten führen. Handverletzungen sind eine der häufigsten Folgen von Arbeitsunfällen. Ein Drittel der Unfälle am Arbeitsplatz resultieren in einer Handverletzung. Dagegen klagen Fliesen- und Parkettverleger oft über Kniegelenkverschleiß.

Unfälle mit Leitern
Stürze gehören mit Handverletzungen zu den häufigsten Arbeitsunfällen. Bei Stürzen von Anlegeleitern kann es zu Prellungen und Knochenbrüchen kommen. Jährlich werden mehr als 9.000 oft schwere Unfälle registriert, die durch Unachtsamkeit und Leichtsinn entstehen. Normänderungen bei mindestens drei Meter langen Anlegeleitern sollen jetzt die Arbeitssicherheit erhöhen. Für weitere Informationen gehen Sie zur Webseite von KAISER+KRAFT.

Stress schadet dem Rücken
Der Rücken muss bei Handwerkern einiges mitmachen. Er hebt schwere Lasten und arbeitet in gebückter Haltung. Auch stundenlanges Sitzen führt zu körperlichen Belastungen, die auf Dauer dem Rücken schaden. Aber auch durch Stress können Rückenschmerzen entstehen. Häufiges Bücken, arbeiten mit gebeugtem Oberkörper und lang dauernde Überkopfarbeit führen bei jedem zweiten Bauarbeiter zu Rückenschmerzen.

Bau-Handwerk: Arbeitsunfälle durch schlechtes Licht

In den Wintermonaten nutzen Bauleute etwa zwei Stunden künstliches Licht. Doch die Beleuchtungsstärke ist oft nicht ausreichend, so dass es zu zahlreichen Arbeitsunfällen kommt. Mit geeignetem Licht wären diese Unfälle vermeidbar.

Über 1.000 Stürze am Tag
In deutschen Betrieben gibt es täglich mehr als 1.000 Stürze. Sie gehören zu den häufigsten Unfallursachen und können gravierende Auswirkungen bis zur Querschnittslähmung haben.

Vorschrift: Ohrringe, Halsketten, Armbänder und Piercings
Was das Tragen von Halsketten, Armbändern, Ohrringen und Piercings angeht, gibt es nicht nur im Sportunterricht Vorschriften, sondern auch in einigen handwerklichen Berufen. Vor allem Beschäftigte, die in der Arbeitszeit mit schweren Maschinen zu tun haben, sollten die Vorschriften und Risiken ernst nehmen.

Vorschrift: Handschuhe
Da die Hände aufgrund unterschiedlicher Chemikalien besonders gefährdet sind, müssen Angestellte von Friseursalons spezielle Schutzhandschuhe tragen, die auf Tätigkeit und die jeweiligen Chemikalien genau abgestimmt sind. .

Sehr trockene Luft im Büro
Vor allem in den Wintermonaten mangelt es der Büroluft oft an Feuchtigkeit, was nicht nur die Atemwege reizt, sondern auch Schluckbeschwerden, brennende Augen und Halsschmerzen auslösen kann.

Autor:

Online Redaktion aus Buxtehude

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