Dampfen statt rauchen: Immer mehr Umsteiger auf E-Zigaretten

Die jahrelangen Kampagnen zeigen Wirkung: Das Rauchen hat spürbar an Attraktivität verloren. Gewinner des Wandels ist die E-Zigarette: Sie bietet ähnliche Effekte, kommt bei der Verwendung nikotinfreier Liquids sogar ohne Suchtstoffe wie Nikotin aus. Für viele Raucher ist sie eine große Hilfe bei der Entwöhnung.

Das schwere Loskommen von der Sucht

Mit dem Rauchen aufhören und gesünder leben: Diesen Vorsatz fassen jährlich unzählige Deutsche. Manchmal freiwillig und manchmal auch auf Anraten des Arztes. Doch den Vorsatz in die Tat umzusetzen, ist gar nicht so leicht: Rund 65 Prozent der Raucher werden früher oder später rückfällig.

Der Grund dafür liegt bei der Sucht. Damit ist einerseits die körperliche Sucht nach Stoffen wie Nikotin gemeint und andererseits die psychologische Sucht. Wer es gewöhnt ist, alle paar Minuten eine Zigarette anzustecken und daran zu saugen, verspürt oft Leere und Langeweile.

Um von der psychologischen Sucht loszukommen, helfen kleine Tricks. Kaugummikauen statt an der Zigarette saugen, Ablenkung durch körperliche Aktivitäten wie kurze Spaziergänge oder Gymnastikübungen, gezielt einen Lieblingssong hören oder im Internet stöbern. Nach einigen Minuten hat sich der Drang zur Zigarette dann gelegt und wird im Laufe der Zeit immer seltener auftreten.

Bei körperlicher Sucht ist sanfter Entzug wichtig
Drogensüchtige sprechen vom Cold Turkey, vom kalten Entzug, wenn sie den Suchtstoff von heute auf morgen komplett absetzen. Dies gelingt jedoch nur mit eisernem Willen. Für die meisten Betroffenen ist ein sanfter Entzug besser, d.h. die allmähliche Reduzierung des Suchtstoffes. Hier haben sich  E-Zigaretten als probates Hilfsmittel für den Rauchstopp erwiesen.

Die Nikotinkonzentration in den beim Dampfen verwendeten Liquids kann individuell gewählt und mit der Zeit reduziert werden.

Speziell für Raucher, die von ihrer Sucht loskommen möchten, gibt es die Möglichkeit, im Laufe mehrerer Wochen oder Monate Liquids mit immer geringerem Nikotingehalt zu verwenden. So gewöhnt sich der Körper allmählich daran, ohne diesen Stoff auszukommen. Ist der Nikotingehalt irgendwann bei Null angelangt, kann auch die E-Zigarette abgesetzt werden. Hier kommt dann wieder der Faktor der psychologischen Sucht ins Spiel. Diese lässt sich alleine jedoch einfacher bezwingen.

Wie schädlich sind E-Zigaretten?
Da es noch keine Langzeitstudien gibt, kann derzeit nur über die langfristige Wirkung von E-Zigaretten spekuliert werden. Klar ist jedoch, dass sie weniger schädlich sind als Tabakzigaretten.

Darauf haben auch die kürzlich in den USA bekannt gewordenen Probleme nichts geändert: Zum einen handelte es sich in fast allen Fällen um ein in Deutschland gar nicht erhältliches Cannabisliquid, zum anderen wurden in der EU ohnehin weit strengere Richtlinien für die Zusammensetzung der Liquids festgelegt.

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