Der Strompreis steigt weiter — Das können Sie dagegen tun

Die Prognosen der Experten zeichnen für das Jahr 2019 ein klares Bild — der Strompreis wird weiter steigen. Schon jetzt dominiert die monatliche Rechnung in vielen Haushalten die laufenden Kosten und verschlingt einen wesentlichen Teil des monatlich zur Verfügung stehenden Einkommens. Doch welche Ursachen lassen sich dafür ausmachen und wie können Verbraucher gegensteuern?

Kein negativer Einfluss der EEG-Umlage

Die Verknappung des Stromangebots steht aktuell wesentlich in der Verantwortung für die steigenden Strompreise. Viele konventionelle Kraftwerke werden zurückgefahren, während die anhaltende Dürre den Wert der Biogasanlagen mindert und auch Windkraftwerke nicht an die Erträge der vergangenen Jahre anknüpfen können. Die erstarkte Solarenergie lässt sich derweil nicht effizient speichern, um diese Lücke zu schließen. Die preislichen Differenzen zwischen den Versorgern können Stromkunden durch einen Vergleich der Angebote auffangen. Informationen dazu gibt es auf stromvergleich.de.

Schon seit dem Jahr 2010 existiert mit der EEG-Umlage ein zusätzlicher Kostenpunkt, der über die Stromtarife gedeckt werden muss. Die zusätzlichen Einnahmen sollen in den Ausbau der erneuerbaren Energien fließen, um dadurch eine zügige und reibungslose Energiewende zu gewährleisten. Zwar stieg die EEG-Umlage in den folgenden Jahren immer wieder an, doch sie soll nicht verantwortlich für den Preisanstieg des Jahres 2019 sein. Stattdessen bewegt sie sich noch immer in einem Bereich von etwa 6,9 Cent pro Kilowattstunde.

Single-Haushalte besonders belastet

Eine besondere finanzielle Belastung ergibt sich aufgrund der aktuellen Situation für die vielen Single-Haushalte im Land. Sie weisen traditionell einen geringeren Stromverbrauch auf. Die hohen Grundgebühren vieler Stromanbieter sind jedoch dafür verantwortlich, dass sich daraus ein schlechteres Verhältnis von Preis und Leistung bei der Versorgung ergibt. Diese kleinen Haushalte könnten somit noch stärker von der Preisentwicklung auf dem Strommarkt betroffen sein, als bislang angenommen.

Während die absoluten preislichen Veränderungen pro Kilowattstunde in einem Bereich von wenigen Cent liegen, zeigen sich deutliche Veränderungen bei der Relation. Schon im Jahr 2017 stiegen die Strompreise im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozent an. Die Energieversorger könnten derweil aufgrund der stark gestiegenen Einkaufspreise unter Druck geraten und die neuen finanziellen Belastungen an die Kunden weitergeben. So manches Unternehmen verspricht sich derweil eine massive Entlastung von den Terminbörsen. Dort sichern sich die Anbieter in spekulativen Geschäften bereits jetzt günstigen Strom in der Zukunft, um dadurch den Preisanstieg für die eigenen Kunden glimpflich ausfallen zu lassen.

Stromsparen als Notpflaster

Aufgrund der technischen Ausstattung des modernen Haushalts lässt sich ein Mindestmaß an Stromverbrauch nicht verhindern. Doch neben der Möglichkeit des Anbieterwechsels ist auch das konsequente Stromsparen eine Möglichkeit, um die laufenden Kosten zu drücken. Klassische Tipps, wie zum Beispiel das Anbringen von Steckleisten mit Notaus-Funktion, die den Standby-Modus der Geräte verhindern, liefern bereits erste Erfolge. Ein großes Potenzial zur Einsparung ist auch bei alten Nachtspeicheröfen vorhanden. Diese wurden vor Jahrzehnten in großem Stil eingebaut, da sie ihren Besitzern die Chance gewähren sollten, den günstigen Nachstrom für die Heizung zu verwenden. Heute verfügen viele Stromanbieter über keinen gesonderten Nachttarif mehr und es lohnt sich für Hausbesitzer durchaus, über eine Umstellung nachzudenken.

Keineswegs sind den Verbrauchern also die Hände gebunden, was die aktuelle Entwicklung des Strompreises angeht. Gleichsam lässt sich feststellen, dass sich eine weitere Erhöhung des Strompreises in der Region keineswegs ausschließen lässt. Umso wichtiger dürfte es sein, ein Bewusstsein für dieses Thema zu schaffen.

Autor:

Online Redaktion aus Buxtehude

Service
Aus den beiden Grafiken geht hervor: Der Anteil der Altersgruppe "Ü 70" liegt im Landkreis Stade bei 16 Prozent. Aus dieser Gruppe kommen aber mit Abstand die meisten Corona-Toten (88 Prozent)

Sieben-Tage-Inzidenz weiter unter dem Grenzwert 50
Über 70-Jährige stellen nur 16 Prozent der Bevölkerung im Landkreis Stade, aber 88 Prozent der Corona-Toten

jd. Stade. Die Warteliste für das Impfzentrum in Stade ist abgearbeitet. Daher ruft der Landkreis Stade die über 80-Jährigen dazu auf, bei der Impf-Hotline des Landes einen Impftermin zu vereinbaren. "Auf der Warteliste des Landes stehen für den Landkreis Stade zurzeit keine Namen mehr von Personen, die 80 Jahre oder älter sind", sagt Nicole Streitz, Leiterin des Impfzentrums in Stade. Menschen aus dieser Altersgruppe, die sich impfen lassen möchten, können laut Streitz im Moment zeitnah einen...

Panorama
Die Entwicklung des Inzidenzwertes in den vergangenen zwei Wochen im Landkreis Harburg

Die aktuellen Corona-Zahlen vom 5. März
Inzidenz wieder bei 56,6 im Landkreis Harburg - 200 aktive Fälle

(sv). Nachdem es am Donnerstag noch aussah, als würde der Inzidenzwert im Landkreis Harburg wieder unter die 50er-Grenze sinken, stieg er am heutigen Freitag, 5. März, wieder an - auf 56,60. In den Kommunen bleibt die Gemeinde Stelle weiterhin an der Spitze der Inzidenzwerte (132,68), gefolgt von der Gemeinde Neu Wulmstorf (94,08). Die Samtgemeinde Jesteburg (8,97) und die Samtgemeinde Salzhausen (13,80) verzeichnen immer noch die niedrigsten Werte. Der Landkreis Hamburg kommt am Freitag auf...

Politik
Dr. Dunja Sabra
2 Bilder

Rassismus bekämpfen: WOCHENBLATT-Serie begleitet Online-Veranstaltungen
"Man hat mir den Tod durch Vergasung gewünscht"

tk. Stade. Ein breites Bündnis von verschiedenen Akteuren lädt im Landkreis Stade dazu ein, sich in digitalen Formaten mit dem gesellschaftlichen Problem des Rassismus auseinanderzusetzen (das WOCHENBLATT berichtete). "Solidarität-Grenzenlos" ist der Leitsatz. In den kommenden Wochen schreiben Menschen aus dem Landkreis Stade, wie sie selbst Rassismus erleben und wie sie mit den Herausforderungen einer Gesellschaft umgehen, die sich von Vorurteilen befreien will. Wir drucken die Texte...

Panorama
Dreh in der Scheune: Truck Stop
Video 9 Bilder

Ein heimlicher Besuch
Videodreh mit Truck Stop in der Drochterser Kulturscheune

ig. Drochtersen. Nebelschwaden, Country-Musik vom Band, viele Kameras, grelles Licht, immer wieder Anweisungen - und bittere Kälte. Den Cowboys und den Linedancern machen die frostigen Temperaturen in der Drochterser Kulturscheune aber nichts aus. "Wir sind hart im Nehmen", schmunzelt Andreas Cisek. Der Frontman ist mit seiner Band Truck Stop nach Drochtersen gereist, um in dem Musiktempel einen besonderen Film aufzunehmen. Die norddeutsche Kultband veröffentlicht in Kürze ihre neue CD "Liebe,...

Service
Gegenüber dem Vorjahr zeigt sich zwar ein deutlicher Zuwachs, jedoch ist die Anzahl an Luchsweibchen mit Nachwuchs in Deutschland immer noch zu gering, um von einem stabilen Bestand zu sprechen
Video

Luchse immer noch selten in Deutschland

(nw/tw). Insgesamt 32 Luchsweibchen mit Jungtieren konnten am Ende des Monitoringjahres 2019/2020 in Deutschland gezählt und bestätigt werden. Das geht aus neuen Erhebungen der Bundesländer hervor, wie das Bundesamt für Naturschutz (BfN) jetzt meldet. Die 32 Luchsweibchen mit 59 Jungtieren im ersten Lebensjahr konnten in Bayern (13), Hessen (1), Niedersachsen (10), Rheinland-Pfalz (2), Sachsen-Anhalt (5) und Thüringen (1) nachgewiesen werden. Zum Ende des Monitoringjahres gab es insgesamt 125...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen