Familienunternehmen wirtschaften rentabler

Familiengeführte Firmen wirtschaften erfolgreicher und schaffen mehr Arbeitsplätze als von Investoren geleitete Unternehmen. Das zeigt eine aktuelle Studie der TU München.
Zahlreiche mittelständische Familienunternehmen  wie Schwarz Cranz sind wichtige Arbeitgeber in der Region.

Sie waren beteiligt am wirtschaftlichen Aufschwung nach dem Zweiten Weltkrieg und stellen heute noch Millionen Arbeitsplätze in Deutschland sicher.

Aktuell sind rund 40 Prozent der an der Börse gelisteten Konzerne Familienunternehmen. Um in diese Kategorie zu passen, muss die Gründerfamilie mindestens 25 Prozent der Stimmrechte besitzen oder im Aufsichts- beziehungsweise Vorstand sitzen, um aktiv mitbestimmen zu können.

Familienfirmen: Mehr Umsatz, mehr Beschäftigungswachstum

Von 2009 bis 2018 haben börsennotierte Familienfirmen in Deutschland sechs Prozent mehr Jobs geschaffen und ihre Erlöse um 122 Prozent gesteigert, wie die  ”Tagesschau" berichtet.

 Unternehmen ohne Familienführung verbuchten nur drei Prozent mehr Beschäftigte und erreichten lediglich 50 Prozent Umsatzsteigerung.
Das geht aus den Ergebnissen einer aktuellen Studie des Center for Entrepreneurial and Financial Studies an der TU München im Auftrag der Stiftung Familienunternehmen hervor. Eine vergleichbare Erhebung fand schon einmal statt: Im damals untersuchten Zeitraum 1998 bis 2008 gab es allerdings keine nennenswerten Unterschiede zwischen familiengeführten und nicht-familiengeführten Firmen.

Bei Investoren beliebt – bessere Performance an der Börse
“Familienunternehmen wirtschaften auf lange Sicht und mit Substanz", erklärt Rainer Kirchdörfer, Vorstand der Stiftung Familienunternehmen, im Nachrichtenportal der ARD. Ihre Eigenkapitalquote liegt mit 42 Prozent im Mittel 14 Prozentpunkte höher als die der Nicht-Familienfirmen. In den vergangenen zehn Jahren konnten Familienfirmen zudem eine höhere Rendite an der Börse erzielen und mehr ausschütten – Anleger finden mit dem DAXplus Family-Index eine Investitionsmöglichkeit mit guter Performance, aber hoher Volatilität.
Zu einem ähnlichen Ergebnis wie die Studie der TU München kommt auch die Credit Suisse in einer internationalen Untersuchung. Ergebnis: Familienunternehmen sind weniger auf Fremdfinanzierung ausgerichtet und stecken mehr Kapital in Forschung und Entwicklung als Nicht-Familienunternehmen.
Dennoch sind Familienbetriebe nicht zwangsläufig die besseren Firmen oder Arbeitgeber. Im Gegenteil: Gibt es Streit um die Unternehmensnachfolge oder übernehmen ungeeignete Familienmitglieder das Steuer, können über Generationen aufgebaute Firmenwerte relativ schnell zerstört werden.

Größter Arbeitgeber in Niedersachsen sitzt in Wolfsburg
Niedersachsens Niedersachsens Top-100-Unternehmen beschäftigen zusammen 1,3 Millionen Mitarbeiter.

Etwa die Hälfte von ihnen ist für den Autobauer Volkswagen in Wolfsburg tätig – eines der größten und umsatzstärksten deutschen Familienunternehmen. Unter den Top Ten finden sich außerdem Autozulieferer Continental, Reiseriese TUI, der TÜV Nord (alle Hannover) und Rossmann Burgwedel).

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