(sb/dgk). Nach einem Sturz, einem Unfall oder einem Schlag auf den Kopf ist die Gehirnerschütterung die leichteste Form eines Schädel-Hirn-Traumas. Man darf sie aber nicht auf die leichte Schulter nehmen.
Im Schädel schwimmt das Gehirn in einer Flüssigkeit (Liquor), die Erschütterungen
abpuffert. Wenn das Denkorgan aber plötzlich und ruckartig an den Schädelknochen schlägt, kann es zu einer Gehirnerschütterung kommen und die Funktion des Gehirns vorübergehend beeinträchtigt sein.
Typisch ist eine kurze Bewusstlosigkeit. Anschließend sind Betroffene verwirrt und können sich nicht mehr an den Unfallhergang erinnern. Außerdem leiden Betroffene unter Übelkeit und Erbrechen, fühlen sich benommen oder schwindelig und haben manchmal Kopfschmerzen oder Sehstörungen. Diese Symptome können verzögert - bis zu zwölf Stunden nach dem Unfall - auftreten.
Bei Verdacht auf eine Gehirnerschütterung sollte immer eine ärztliche Untersuchung erfolgen. Nur so lässt sich klären, ob vielleicht eine Gehirnprellung oder -blutung oder ein Schleudertrauma vorliegt. Als erstes wird eine Röntgenaufnahme gemacht, um einen Schädelbruch auszuschließen. Ist das nicht der Fall und der Patient wieder klar bei Bewusstsein, lässt sich die Gehirnerschütterung auch zu Hause mit einigen Tagen Bettruhe und Reizabschirmung auskurieren. Das bedeutet: weder fernsehen noch lesen!
Eine Gehirnerschütterung heilt normalerweise bei Bettruhe innerhalb weniger Tage folgenlos aus. Dauern die typischen Beschwerden einer Gehirnerschütterung über Wochen und Monate an, spricht man von einem postkomotionellem Syndrom. Betroffene klagen über häufige Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, Müdigkeit und Depressionen. Entspannungstechniken und Antidepressiva oder auch eine Psychotherapie können dann hilfreich sein.

Autor:

Stephanie Bargmann aus Stade

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