Handel: Dem modernen Kaufverhalten Rechnung tragen

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Die Spannung zwischen online und offline beschäftigt den Handel auch weiterhin. Allerdings geht die Tendenz zunehmend nicht mehr in Richtung "entweder on- oder offline", sondern hin zu "sowohl als auch". Dabei muss sich jedes Unternehmen vom kleinen Einzelhändler bis zum Großkonzern individuell überlegen, welche Strategie am sinnvollsten ist. Zudem bereitet man sich in Deutschland mit einem neuen Ausbildungsberuf für den Onlinehandel auf die aktuellen und kommenden digitalen Herausforderungen vor

Der Onlinehandel ist bekannt dafür, dass für jeden Bedarf alles mit wenigen Klicks gefunden und geliefert werden kann, von Büchern und Elektronikgeräten bis hin zu speziellen Angeboten für eine genau definierte, überregionale Zielgruppe. Das können zum Beispiel Fanartikel von der Lieblingsserie sein, wie man sie etwa im Close Up Store findet. Dieser betreibt Filialen in einigen ausgewählten Städten und bietet auf seiner Webseite www.closeup.de ergänzend ein breites Onlineangebot.

Ein anderes Beispiel ist Kleidung in bestimmten Größen, zum Beispiel vom Onlineshop Emilia Lay, der Mode ab Größe 40 anbietet. Da das Angebot für Übergrößen an vielen Orten eher begrenzt ist, ist es praktisch, über die Webseite www.emilialay.de Kleidung von überall bestellen zu können. Der Onlineshop wurde 2015 ins Leben gerufen. Das Mutterunternehmen Peter Hahn wiederum ist hauptsächlich als Versandhandel aktiv, ergänzt dieses Angebot allerdings durch einige stationäre Modehäuser. Einen Internetshop betreibt das Unternehmen seit 2001.

In anderen Bereichen wiederum scheint es weniger sinnvoll, einen digitalen Verkaufskanal zu eröffnen, etwa, wenn es um den Verkauf von Lebensmitteln über das Internet geht. Denn hier ist es heute schwierig, mit Onlineangeboten Gewinn zu machen, insbesondere, wenn der Versand kostenlos sein soll. Aus wirtschaftlicher Perspektive sei es deshalb nicht unbedingt sinnvoll, einen Onlineshop zu eröffnen, wenn man derzeit stationär mit Lebensmitteln handelt. Das meint der Geschäftsführer des Kölner Handelsforschungsinstituts EHI Michael Gerling. Die Vorzüge des stationären Handels hat inzwischen sogar der Online-Riese Amazon erkannt: Mehrere Stores sind als Ergänzung zum digitalen Geschäft in Vorbereitung.

Damit man in Deutschland den schnellen Entwicklungen und dem Wachstum im E-Commerce Rechnung tragen und international mithalten kann, wird es ab diesem Jahr hierzulande einen neuen spezialisierten Ausbildungsberuf geben: den Kaufmann bzw. die Kauffrau im E-Commerce. Die formalen Hürden für die Einführung sind inzwischen überwunden, nun kann es wie geplant im August losgehen. Die Ausbildung positioniert sich als praxisnahe Alternative zum Bachelor. Interessierte Unternehmen können sich bei ihrer IHK, zum Beispiel der IHK Stade, als Ausbildungsbetrieb melden. Wenn sich bereits ein Ausbildungsverhältnis gefunden hat, kann dieses nun ebenfalls eingetragen werden.

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Online Redaktion aus Buxtehude

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