Jobs in den Bergen und die richtige Outdoor Kleidung

Hast du dir eigentlich schon einmal Gedanken gemacht, wie das Arbeitsleben in den Bergen aussieht? Suchst du vielleicht sogar dort einen Job, weil du nicht den ganzen Tag in einem Büro sitzen möchtest? In den Bergen gibt es einige Arbeitsmöglichkeiten. Zum einen ist hier natürlich das Tourismusgewerbe zu Hause: mit vielen Hütten, wo Wanderer, Bergsteiger oder Skifahrer einkehren oder sogar übernachten können. Andere Jobs in den Bergen bringen dich sogar mitten hinein in die faszinierende Natur der Bergwelt – zum Beispiel im Bereich Naturschutz oder als Wildhüter und Wildhüterin. Oft wird dieser Job auch als Schutzgebietsbetreuer ausgeschrieben, denn auch in Deutschland oder Europa gibt es immer mehr Wild- oder Naturparks. Was du dafür mitbringen solltest: vor allem Naturverbundenheit, eine gewisse Fitness und zuletzt noch wetterbeständige und robuste Outdoor Kleidung.

Arbeiten in der Natur und die passende funktionale Bekleidung für draußen

Wenn du draußen unterwegs bist, muss deine Bekleidung wind- und wetterfest sein sowie einen auf die jeweilige Jahreszeit angepassten Wärmeschutz mitbringen. Wenn du dich dann noch wie beim Arbeiten intensiver bewegst, müssen die Kleidungsstücke zudem atmungsaktiv oder luftdurchlässig sein. Solche Textilien lassen deinen Körper atmen und unterstützen ihn bei seiner natürlichen Temperaturregulierung. Kommst du ins Schwitzen, lässt Mode für den Outdoor Bereich, die Wärme deines Körpers zusammen mit der Feuchtigkeit durch den Schweiß kontinuierlich nach außen entweichen. Gleichzeitig kann immer wieder etwas frische, kühle Luft in beziehungsweise unter die Kleidungsstücke strömen, die deinen Körper dann leicht abkühlt, ohne ihn auszukühlen.  Bekleidung für den Outdoorbereich und die Arbeit im Freien muss also einiges leisten.

Deswegen gilt sie schon lange als Funktionskleidung. Sie trennt sich in den Hardshell- und Softshell-Bereich auf. Eine Hardshell-Jacke oder Hose bietet dir vor allem einen hohen Schutz vor Wasser. Die Qualität oder den Schutzgrad erkennst du an den Angaben zur Wassersäule. Sie gibt den Wasserdruck an, den ein Kleidungsstück aushält, bevor die erste Feuchtigkeit durch das Gewebe drückt. Bei der Arbeit in den Bergen kommt es häufiger vor, dass du in strömendem Regen stehst. Dafür sollte deine Bekleidung mindestens eine Wassersäule von 10.000 mm oder mehr vertragen können, damit du nicht nach kurzer Zeit vollkommen durchnässt bist.

Faire Mode und nachhaltige Bekleidung für die Arbeit im Freien
Diese wasserfeste Bekleidung hat aber einen Nachteil. Um ein Gewebe derart dicht zu schließen, müssen gleichzeitig Abstriche bei der Luftdurchlässigkeit gemacht werden. Deswegen bist du bei körperlicher Aktivität mit einer Softshell-Jacke definitiv immer besser beraten. Sie besitzt die notwendige Atmungsaktivität und lässt dich nicht schweißgebadet dastehen. In einem ordentlichen Regenguss hält sie dich allerdings nicht lange trocken. Andererseits suchen die meisten beim Arbeiten oder Wandern in den Bergen dann auch einen trockenen Unterstand auf und warten lieber kurz, bis der Regen nachlässt oder aufhört. Dabei kann dann gleich die Funktionskleidung schnell trocknen. Das ist eine weitere ihrer vielen Eigenschaften. Sie gibt Feuchtigkeit – ob durch Regen oder Schwitzen – in kurzer Zeit wieder ab. Dafür sind keinesfalls immer künstliche Hightech-Fasern notwendig, wie es verschiedene Textilhersteller so gern betonen. Fasern aus der Natur können mindestens das Gleiche leisten und besitzen durch ihren natürlichen Ursprung viel mehr Nachhaltigkeit. Hess Natur beispielsweise beweist das schon seit den Siebzigerjahren mit Bio und Fairtrade Bekleidung für draußen.

Das hessische Unternehmen nutzt ausschließlich natürliche, nicht chemisch behandelte Fasern wie Wolle, Hanf, oder auch Bambus, um genauso wind- und wetterfeste Funktionsbekleidung zu schaffen, wie sie sonst aus umweltbelastenden Kunstfasern entsteht.

Warum Bekleidung unbedingt fairer und ökologischer werden muss
Um den Klimawandel und anderen Umweltschäden entgegenzutreten, muss sich unsere Gesellschaft und ihre Art des Lebens oder Wirtschaftens fundamental verändern. Dazu kann jeder im kleinen Rahmen seinen Beitrag leisten. Besonders wichtig wird es aber, dass die großen Verursacher von Umweltbelastungen ihr Handeln ändern. Dazu zählt auf globaler Ebene besonders die Textilindustrie. Die Branche verbraucht enorme Ressourcen allen voran Wasser und belastet gleichzeitig mit vielen Chemikalien in der Herstellung oder Veredelung ihrer Textilien die Umwelt. Dies hat mit dem Trend zu Fast Fashion und der steigenden Verwendung von Kunstfasern in den letzten Jahren immer mehr zugenommen. Künstliche Textilfasern bereiten unserer Umwelt gleich in mehrfacher Hinsicht große Probleme. Das beginnt wie erwähnt bei der Herstellung, setzt sich dann im täglichen Gebrauch solcher Bekleidung fort und endet mit einem oft ungenügenden Recycling, was die Bilanz beim Ressourcenverbrauch noch weiter verschlechtert.

Besser Mikro-Plastik freie Bekleidung kaufen
Outdoorbekleidung und andere Textilien aus Kunstfasern wirken auf den ersten Blick sehr robust. Doch der Schein trügt. Wenn du ein solches Kleidungsstück in deine Waschmaschine gibst, verliert es selbst bei angepasstem, schonendem Waschprogramm mit jeder Wäsche Hunderte winzig kleiner Faserstücke. Du bemerkst weder den Verlust noch die Fasern mit bloßem Auge. Erst nach längerer Zeit und vielen Wäschen wird der Schwund langsam deutlich. Dann ist in der Natur aber  schon längst ein Schaden entstanden.

Die Fasern zählen zum Mikroplastik und gelangen mit dem Abwasser der Waschmaschine in den regionalen Wasserkreislauf. Der dortigen Kläranlage gelingt es nur teilweise, die Fasern herauszufiltern. Der Rest bleibt im Wasserkreislauf. Seit Jahren wird im Trinkwasser immer mehr Mikroplastik nachgewiesen. Mögliche Folgen für die Gesundheit lassen sich aus heutiger Sicht gar nicht abschätzen, weil dafür belastbare Studien oder Untersuchungen noch fehlen. Sicher ist aber, dass aus dem Wasserkreislauf immer wieder belastetes Wasser in die freie Natur gelangt – ins Grundwasser, in Flüsse und andere Gewässer und zuletzt in die Meere. Genauso erreicht das Mikroplastik die Umwelt, wenn es im Klärschlamm auf Deponien abgeladen wird. Mittlerweile ist es überall auf dem Globus nachgewiesen worden. Es liegt auf den Gipfeln der Gebirge genauso wie auf dem Grund des Meeresbodens. Mikroplastik verteilt sich in der Luft oder im Wasser über große Distanzen. Dabei bindet es viele Schadstoffe und wird toxisch. In der Tierwelt nehmen es eine Vielzahl von Arten mit der Nahrung auf und so landet es dann in kleinen Konzentrationen irgendwann sogar in den Lebensmitteln auf unseren Tellern.

Fazit: Ökologische Outdoorbekleidung leistet einen Beitrag im Kampf gegen Mikroplastik
Bio-Bekleidung für den Alltag, die Arbeit in den Bergen oder andere Outdooraktivitäten stoppt die gewaltige schleichende Umweltbelastung durch Mikroplastik. Diese Bekleidung ist außerdem vollkommen PFC frei. Die per- und polyfluorierten Chemikalien sind neben dem Mikroplastik ein weiteres Problem künstlicher Fasern in Funktionsbekleidung. Unter dem Oberbegriff PFC sind rund 8.000 Stoffe zusammengefasst, die aus Kleidungsstücken ebenfalls in die Umwelt gelangen und sich dort in Organismen anreichern. Hier sind keine großen Untersuchungen ob der Schädlichkeit mehr erforderlich. Sie ist bereits nachgewiesen. PFC stört das menschliche oder tierische Hormonsystem, kann die Fortpflanzung beeinträchtigen und wirkt krebserregend. Du siehst also nur an diesem kleinen Einblick, wie viel du mit dem Kauf ökologischer Bekleidung für dich und die Umwelt tun kannst. Oft sind diese Textilien dann auch noch fair gehandelt und produziert oder achten besonders das Tierwohl. So tust du noch mehr für ein gutes Gewissen und eine etwas bessere Welt mit deinem Mode-Kauf.

Autor:

Online Redaktion aus Buxtehude

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