Stade auf dem Weg zu höherer Nachhaltigkeit

Das globale Müllproblem bleibt Thema – so nicht zuletzt im Landkreis Stade. Obwohl Niedersachsen im Vergleich zu Nordsachsen jährlich weniger Müll produziert, sorgt das Abfallaufkommen auch hier für Zukunftssorgen. In der niedersächsischen Abfallbilanz ist allein für das Jahr 2017 von fast fünf Millionen Tonnen Abfall die Rede.

 Obwohl der Trend abzunehmen scheint, fielen im Landkreis Stade für das besagte Jahr neben annähernd 4.500 Tonnen Sperrmüll fast 25.000 Tonnen Hausmüll an. Hinzu kamen mehr als 9.000 Tonnen Gewerbeabfall und an die 80.000 Tonnen verwertete Abfälle. Insgesamt ergibt das über 100.000 Tonnen – einen Wert, der zu Veränderungen aufruft. Initiativen dazu gibt es mittlerweile landkreisweit.

Gemeinsam stark im Stader Gemeindehaus
Die Schuhe sind kaputt? Anstatt sie wegzuwerfen, könnte man sie mit etwas Fachwissen und einigen Hilfsmitteln reparieren.

Ähnlich steht es um viele weitere Alltagsgegenstände, die in Stade Tag für Tag entsorgt werden. Wegwerfmentalität kann sich im Zeitalter der Nachhaltigkeit niemand leisten. Klar wird das beispielsweise im Stader Gemeindehaus, wo sich Menschen regelmäßig zur Reparatur defekter Gegenstände treffen. Die ehrenamtliche Initiative steht für zivilgesellschaftliches Engagement und ist in Deutschland kein Einzelfall. Über das gesamte Land verteilt kommen Menschen mittlerweile in Reparatur-Cafés wie dem der Stadt Stade zusammen, um gemeinsam für höhere Nachhaltigkeit einzutreten.

Initiativen wie die genannte steigern die Sensibilität für die globale Müllproblematik und verhelfen allen Interessenten zum sozialen Austausch. Dank der Vernetzung mit Fachwerkstätten lassen sich bei Bedarf Ersatzteile organisieren.

No Go Kampagne gegen die Wegwerfgesellschaft
Reparatur-Cafés sind nicht die einzigen Wege, die der Landkreis im Kampf um mehr Nachhaltigkeit beschreitet. Auch die No-Go-Kampagne stellt sich gegen das Müllproblem. In diesem Fall: gegen die 200 Kubikmeter Abfall, die jährlich an den Straßenrändern des Landkreises landen.

Bei organisierten Müllsammelaktionen können sich Bürger*innen an der Säuberung der Umwelt beteiligen und damit ein aktives Zeichen gegen das Abfallproblem setzen. Nicht nur größer organisierte Müllsammelaktionen wie die der Jugendfeuerwehr im Jahr 2017 sind in diesem Kontext zu nennen. Immer häufiger organisiert man sich auch privat, um Abfall einzusammeln. Im Hinblick auf Wildmüll finden jährlich etwa 50 ehrenamtliche Abfallsammlungen statt, die seitens der Stadt Unterstützung erhalten. Die Abfallberatung Stade will ihre Aufklärungsarbeit zum Thema noch verstärken und Kampagnen mit Schulen, Städten sowie Forstämtern unterstützen. Wildmüllsammlungen sollen künftig außerdem noch stärker beworben werden.


Umweltpädagogische Maßnahmen für eine Zukunft
Auch umweltpädagogische Projekte sind ein Thema, das den Stader Landkreis im Hinblick auf mehr Nachhaltigkeit bewegt. Kreisgruppen des deutschen Bundes für Umwelt und Naturschutz fördern in diesem Kontext beispielsweise die praxisorientierte Umwelterziehung. Wo unzureichende Aufklärung stattfindet, hat Nachhaltigkeit auf lange Sicht nämlich keinen Stand.

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