Immer mehr deutsche Anleger überwinden angesichts der niedrigen Zinsen ihre Scheu vor Aktien. Sie präsentieren sich in diesen Jahren als eine der wenigen Möglichkeiten, um mit dem verfügbaren Kapital eine ansehnliche Rendite zu erzielen. Damit die angestrebte Investition nicht in reine Spekulation ausartet, ist es jedoch von Bedeutung, sich zunächst mit den Grundlagen des Börsenhandels zu befassen. Was steckt also hinter den verschiedenen Begriffen, die dabei immer wieder in den Mittelpunkt rücken?

Das Aktien-Depot

Um überhaupt mit dem Handel von Aktien beginnen zu können, ist die Anmeldung bei einem Broker notwendig. Zwar können Wertpapiere auch über die Hausbank gehandelt werden, doch die Experten von aktien.net weisen beispielsweise darauf hin, dass die hohen Gebühren die eigene Rendite auffressen könnten. Online Broker gelten in diesen Tagen daher als die attraktivste Möglichkeit, um als Privatanleger an der Börse an der Entwicklung der Wirtschaft zu partizipieren.

Das Aktien-Depot beschreibt nun das eigene Portfolio gekaufter Wertpapiere. Diese werden durch eine Investition ins Depot geholt und gemäß der eigenen Strategie gehalten oder verkauft. Für Privatanleger empfiehlt es sich, das Depot zunächst übersichtlich zu halten und nicht in viele verschiedene Werte zu investieren. Dies erhöht die Gefahr, dass der Überblick verloren geht und falsche Entscheidungen getroffen werden.

Diversifikation

Immer wieder wird der Handel mit Aktien mit einem hohen Risiko in Verbindung gebracht. Und tatsächlich ist die Wahrscheinlichkeit von Verlusten höher, als dies bei einem einfachen Sparbuch der Fall ist. Dies rechtfertigen jedoch die hohen möglichen Renditen wieder, welche mit dem Handel in Verbindung stehen. Die Diversifikation ist nun die einfachste Möglichkeit, um das Risiko von Verlusten abzufedern. Dabei wird in mehrere Werte aus unterschiedlichen Branchen und unterschiedlichen Ländern investiert. Sollte ein bestimmter Markt nachgeben, so wirkt sich dies folglich weniger stark auf den Gesamtwert des Portfolios aus.

Weiterhin sorgen selbst einbrechende Kurse per definitionem noch nicht für einen finanziellen Verlust des Anlegers. Ein tatsächlicher Verlust entsteht erst, wenn die gekauften Werte zu einem Zeitpunkt abgestoßen werden, zu dem ihr Wert unter dem Kaufpreis liegt. Je länger der Horizont der eigenen Anlage nun ist, desto geringer fällt dieses Risiko aus. Denn auf lange Sicht gesehen erholte sich der Aktienmarkt selbst von den sogenannten Crashs wie der Dotcom-Blase oder der Finanzkrise im Jahr 2008.

Die Dividende

Die Dividende ist ein besonders beliebtes Instrument für Privatanleger, um eine Rendite mit der persönlichen Investition zu erzielen. Dabei handelt es sich um eine Gewinnbeteiligung der Aktionäre eines bestimmten Unternehmens. Die Dividende selbst kann Werte von mehr als 5 Prozent annehmen, die in unterschiedlichen Intervallen ausgeschüttet werden. Andere Unternehmen verzichten gezielt auf eine Dividende, um das gesparte Kapital in das Wachstum der Firma zu investieren.

Die sogenannte Dividendenstrategie, welche von zahlreichen Privatanlegern verfolgt wird, zielt nun auf eine stetige Optimierung der Dividenden ab. Nach dem Effekt des Zinseszinses verstärken sich diese langfristig, wenn die erhaltenen Erträge wieder in den Kauf neuer Aktien investiert werden. So ergibt sich ein positiver Kreislauf, der sogar dazu geeignet ist, die aktuelle Phase der Niedrigzinsen zu durchbrechen.

Die Volatilität

Bei der Beschreibung eines Aktienkurses fällt in der Fachwelt häufig die Einschätzung der Volatilität. Gemeint sind damit die unvermeidlichen Kursschwankungen an der Börse, die auch für einen einfachen Privatanleger von Bedeutung sind. In vielen Fällen verfügt eine besonders volatile Aktie über ein hohes Potenzial für Wachstum. Auf der anderen Seite sollte das investierte Kapital mittelfristig nicht benötigt werden. Ansonsten ist es unter Umständen notwendig, den Wert bei einem niedrigen Kurs zu verkaufen, um die eigene Liquidität zu sichern. Wer dagegen eine langfristige Strategie verfolgt und die Aktien über Jahre oder gar Jahrzehnte behalten möchte, muss weniger Rücksicht auf die Einschätzung der Volatilität nehmen, die vor allem von Experten betrieben wird.

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Online Redaktion aus Buxtehude

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