Appell zum Verhalten während des Shutdowns
„Die wirksamste Hilfe für unseren Mittelstand heißt Solidarität!“

(lm/nw). Die Ministerpräsidenten und die Bundeskanzlerin haben einen zweiten Shutdown beschlossen, der zahlreiche Unternehmen dazu zwingt, ihren Betrieb seit dem vergangenen Montag für vier Wochen zu schließen. Das Ziel sei es, den massiven Anstieg der Neuinfektionen zu verringern - auch im Landkreis Harburg.

Über kaum eine Maßnahme wurde in der letzten Zeit so kontrovers diskutiert wie hierüber. Gastronomiebetriebe, Kinos, Kultureinrichtungen, Fitness-Studios und Sportvereine werden in diesem Monat stillstehen. Es sei verständlich, dass dies mit sehr vielen Emotionen verbunden ist, erklärt Frank Thöle-Pries, Vorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) im Landkreis Harburg.

Die Unternehmen wollten wieder für ihre Kundschaft da sein können und so stoße es auf Unverständnis, dass auch die Betriebe schließen müssen, die in den letzten Wochen viel Geld in die Umsetzung von Hygienekonzepten investiert haben.

Die Bundesregierung unterstützt die Unternehmer, die von den Schließungen betroffen sind, mit finanziellen Mitteln. "Diese Nothilfe ist gut dafür geeignet, die aktuellen Einbußen abzumildern", betont Thöle-Pries. Er spricht aber auch klar an, worauf es seiner Meinung nach in der nächsten Zeit ankommen wird: "Die wirksamste Hilfe für unseren Mittelstand heißt Solidarität." Nach Auffassung der MIT Harburg-Land wird es darauf ankommen, dass bundesweit das Infektionsgeschehen eingedämmt wird. Frühestens nach zwei Wochen soll eine Überprüfung der Maßnahmen erfolgen, so Kanzleramtsminister Helge Braun.

"Die Menschen können den Unternehmern am besten helfen, wenn sie sich solidarisch zeigen und sich an die Regeln halten", erklärt Thöle-Pries. Es gelte nun, die Abstände einzuhalten, den Hygieneempfehlungen zu folgen und überall dort, wo es vorgeschrieben ist eine sogenannte Alltagsmaske zu tragen. "Und zwar auch richtig über Mund und Nase", betont Frank Thöle-Pries. Er stimmt Prof. Christian Drosten von der Berliner Charité zu, der sagt: "Am besten wäre es, wir täten alle so, als wären wir infiziert und wollten andere vor Ansteckung schützen." Mit dieser Form der Rücksichtnahme und Solidarität sei nicht nur den Menschen in der Region und dem Gesundheitssystem geholfen, sondern ganz besonders auch den heimischen Unternehmen.

• Die MIT ist Ansprechpartner und wirtschaftspolitische Interessensvertretung für den Mittelstand. In Niedersachsen verfügt die MIT über rund 4.600 Mitglieder. Mehr Infos unter www.mittelstand-niedersachsen.de.

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