Führt Obst-Embargo zu einem Preiskampf?

bc. Altes Land. Mit prognostizierten 334.000 Tonnen Äpfeln rechnen die Obstbauern im Alten Land mit einer der höchsten Ernten, die es jemals an der Niederelbe gegeben hat. Nur 2007 wurden noch mehr Äpfel geerntet, 2011 waren es in etwa genauso viele.

„Die gestiegene Produktivität sowie der technische Fortschritt in Verbindung mit dem Wettergott zahlen sich aus“, sagt Dr. Matthias Görgens vom Obstbauzentrum Esteburg. Die Fruchtqualität sei exzellent.

Das große Angebot wird sich auf die Preise auswirken, sowohl für die Erzeuger als auch für die Verbraucher. Letztere werden weniger im Supermarkt für das Kilog Äpfel zahlen müssen.

Inwiefern Russlands Einfuhrstopp für Obst und Gemüse aus der EU (das WOCHENBLATT berichtete) die internationalen Warenströme verändern wird, bleibt abzuwarten. Insbesondere Polen, das normalerweise ca. 700.000 Tonnen Äpfel nach Russland exportiert, wird sich neue Absatzmärkte suchen müssen. Das Obst-Embargo könnte zu einem Preiskampf auf dem europäischen Markt führen.
Görgens: „Für uns ist es ein Vorteil, dass der Lebensmitteleinzelhandel weiter verstärkt auf regionale Produkt setzt.“

Autor:

Björn Carstens aus Buxtehude

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