Mit Zelt und Wohnwagen unterwegs

Conny und Edgar Walter genießen den Elbstrand auf Krautsand
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Egal ob an der Elbe oder in der Heide: Auf den Campingplätzen in der Region macht der Urlaub Spaß

(sb/kb). Ferien mit Zelt, Wohnwagen oder Wohnmobil - diese Form des Urlaubs ist bei allen beliebt, die es in ihrer Freizeit unkonventionell mögen. In den Landkreisen Harburg und Stade laden mehrere Campingplätze zum ungezwungenen Urlaub ein - und sind als Reiseziele sehr beliebt. Das WOCHENBLATT hat einige Urlauber besucht und unter die Zeltplane geschaut.
Conny (51) und Edgar (54) Walter aus Lippstadt in Nordrhein-Westfalen verbringen mit ihrem betagten Wohnwagen bereits ihren dritten Sommer auf der Elbinsel Krautsand im Landkreis Stade. "Campingurlaub haben wir schon gemacht, als unsere Kinder noch klein waren", erzählen der technische Angestellte und die Floristin. "Erst im Zelt, später dann im Wohnwagen." Während sie früher Ziele in Mitteldeutschland ansteuerten, kamen sie vor drei Jahren nach Norddeutschland auf die Ferieninsel Krautsand. "Als wir zum ersten Mal hier waren, dachten wir, wir hätten ein Paradies entdeckt, das sonst keiner kennt", sagt Edgar Walter. "Aber nach unserer Rückkehr haben wir erfahren, dass schon relativ viele Bekannte hier ihren Urlaub verbracht haben."
Insgesamt verbringt Ehepaar Walter zweieinhalb Wochen auf dem Campingplatz Krautsand. Die ersten Tage haben sie viel gelesen und wenig unternommen, weil das Wetter nicht so gut war. "Jetzt sind wir jedoch jeden Tag am Strand, gehen spazieren und baden auch in der Elbe", erzählt Conny Walter. Gern sind sie auch mit dem Fahrrad unterwegs oder erkunden die Umgebung mit dem Auto.
Auch wenn sich auf Krautsand durch den Bau einer Apartment-Anlage und einer professionellen Strand-Gastronomie im Vergleich zum Vorjahr einiges verändert hat, fühlen sich die Walters dort noch immer sehr wohl. "Der Trubel ist größer geworden", sagt sie. "Aber wenn man am Strand ein paar hundert Meter weitergeht, hat man nach wie vor himmlische Ruhe."
Zum ersten Mal hat es Susanne (47) und Peter (49) Jensen aus Dänemark auf den Campingplatz Nordheide in Holm-Seppensen bei Buchholz verschlagen. "Wir sind früher auf dem Weg nach Italien immer am Schild 'Lüneburger Heide' vorbeigefahren, jetzt wollten wir endlich mal herkommen", erzählt das Paar. Eine doppelte Premiere: "Das ist unser erster Urlaub ohne Kinder", sagt Susanne Jensen. Die beiden haben ein praktisches Klappzelt dabei, sind echte Camping-Fans. "Wir haben einmal einen All-Inklusive-Urlaub auf Mallorca gebucht - das war auch gleichzeitig das letzte Mal", erinnert sich Peter Jensen. In der Nordheide, die die beiden auch schon mit dem Rad erkundet haben, gefällt es ihnen gut. "Wir kommen bestimmt wieder."
Einige Meter vom Zelt der Jensens entfernt urlaubt Familie Poschen/Rehbein aus Wilhelmshaven. "Wir sind jedes Jahr mehrmals hier", erzählt Großvater Dietmar Poschen (62), der sich freut mit Tochter, Schwiegersohn und vier Enkelkindern gemeinsam zu entspannen. Für die Familie ist Camping die ideale Art, Urlaub zu machen. "Die Kinder finden hier innerhalb kürzester Zeit neue Freunde, können herumtoben und schwimmen", sagt Timo Rehbein (33). Auch Ausflüge in die Umgebung stehen auf dem Plan.
Neben Zelt und Wohnwagen stehen den Campern in Holm-Seppensen seit Kurzem auch zwei "Schlaffässer" zur Verfügung. "Die kommen richtig gut an", sagt Björn Julich, der gemeinsam mit Hannes Henk den Campingplatz betreibt. Überhaupt erfreue sich das Campen wieder größerer Beliebtheit. "Viele Menschen haben so viel Stress in Beruf und Alltag, da ist es herrlich im Grünen zu entspannen - und wenn es nur ein Wochenende ist", so Julich.

Autor:

Stephanie Bargmann aus Stade

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