Eine Willkommens-Kultur entwickeln

Blerim Delijaj und Hans-Wilhelm Bösch
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Gemeinde Drochtersen kümmert sich um Migranten / Sprachkurs und Ferienspaß-Aktivitäten

ig. Drochtersen. In Drochtersen leben zur Zeit 54 Flüchtlinge aus Krisengebieten. „Viele aus Syrien“, so der Drochterser Bürgermeister Hans-Wilhelm Bösch. "Die Migranten müssen ordentlich untergebracht werden. Das sind sie." Dem Ratsvorsteher reicht es aber nicht, den Menschen nur Wohnraum anzubieten. „Wir müssen Konkretes für die Integration der neuen Mitbürger tun. Eine Willkommens-Kultur entwickeln.“

Gesagt, getan: Bösch lud die Flüchlinge ins Jugendzentrum zu einem Gespräch ein, hörte sich deren Sorgen an und erfuhr, „das alle sehr interessiert am Erlernen der deutschen Sprache sind“. Bei einem Treffen im Rathaus mit Vertretern Drochterser Verbände, Institutionen, Kirche und AWO-Integrationsberater Blerim Delijaj wurde vereinbart, die Migranten jeden Montag zu einem Deutschkurs zu fahren, den die AWO in Stade anbietet. Auch soll ein Sprachkurs in der Gemeinde stattfinden. „Eine Lehrkraft haben wir schon“, freut sich Bösch.
Wichtig für die Teilnehmer der „Rathaus-Runde“: Für die Kinder dürfe keine Langeweile entstehen. „Unsere Ferien-Spaß-Aktion kann helfen, Kinder aus dem Ort kennen zu lernen“, so Ferienspaß-Organisator Dirk Ludewig.

Ausdrücklich lobte Delijaj das Engagement des Bürgermeisters. Das habe er so noch nicht erlebt. „Auch leben die Flüchtlinge hier in ordentlichen Unterkünften. Es gab bisher keine Kritik“. Das Umfeld stimme. Die Gruppe will sich jetzt häufiger treffen, auch Flüchtlinge einladen - und Drochterser zur Mitarbeit aufrufen.
Info: 0 41 43 - 91 9100

Autor:

Dirk Ludewig aus Stade

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