Ränkespiel um Radweg

Die Inselrat-Moderatoren Jonas Kötz (li.) und Frank Schröder
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ig. Krautsand. Politisches Ränkespiel um den Krautsander Radfahrweg: Wie das WOCHENBLATT berichtete, lehnten die SPD, die Grünen und die FWG im Drochterser Bauausschuss den Bau eines Geh- und Radweges von der Halbinsel nach Dornbusch ab.
Die schlimme Haushaltslage der Kommune könne ein 585.000 Euro teures Vorhaben nicht verkraften, so die Politiker. Mit der Empfehlung wollen sich viele Krautsander Bürger aber nicht abfinden, luden deshalb die Fraktionen zum Gespräch in das Art-Cafe ein.
"Der Weg wurde uns vom Bürgermeister versprochen. Unsere Kinder brauchen einen sicheren Schulweg", so Moderator Jonas Kötz. "Und jetzt die Absage."
Außerdem seien schon 90.000 Euro für den Kauf von Grundstücken ausgegeben worden.
Aus dem Plenum heraus kamen Überlegungen, die die anwesenden Politiker der vier Parteien aufnehmen und diskutieren sollen: Die Investoren, die auf der Insel eine Hotelanlage und Ferienwohnungen planen, mögen sich am Bau beteiligen.
Zugunsten des Weges könne ja auch auf die Sanierung des Hafens verzichten werden. Die Sanierung der Dornbuscher Mehrzweckhalle könne womöglich auch noch warten.
Der Vorschlag der Grünen, FWG und SPD, den Weg für Fahrzeuge zu sperren, rief heftigen Widerstand bei den Versammlungsteilnehmern hervor. Der Weg sei wichtig für den Tourismus, so Mit-Moderator Frank Schröder.
SPD-Sprecher Kai Schildt brachte die Erhöhung der Gewerbesteuer ein, "um so Geld generieren zu können". Das will die CDU, die den Weg befürwortet, aber nicht.
Deren Fraktionsvorsitzender Jens Schütt lehnte den Vorschlag ab, gab sich aber gesprächsbereit.
Vielleicht bahne sich ja ein Kompromiss an, hofft ein Krautsander: Die CDU nimmt die Gewerbesteuer-Erhöhung in Kauf - und die SPD stimmt für den Bau des Geh- und Radweges.
Fest steht: Weitere Beratungen im Drochterser Parlament stehen an.

Autor:

Dirk Ludewig aus Stade

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