Emotionen und Tränen
D/A verabschiedet Trainer und Spieler

DA-Präsident Rigo Gooßen (li.) verabschiedet Oliver Ioannou
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Emotionale Reden und so manche Träne gab es im Kehdinger Stadion am vergangenen Sonntag: Nicht wegen der 0:1-Niederlage des Fußball-Regionalligisten SV Drochtersen/Assel im letzten Heimspiel der Saison gegen Jeddeloh. Nein, es war die Abschiedsrede von Oliver Ioannou, die es in sich hatte. Der Spieler, der sieben Jahre für die Kehdinger kickte, erinnerte an die Fans, die ihn an seinem ersten Tag in Drochtersen auf dem Platz per Handschlag begrüßten. Er ging auch auf den sportlichen Erfolg ein. „Wir hatten nie etwas mit dem Abstieg zu tun." Er habe sich hier immer wohl gefühlt, werde in der Zukunft bestimmt wiederkommen – "als Urlauber“.

Oliver Ioannou zieht nach Gesmold bei Osnabrück

Ioannou bedankte sich bei seinem Förderer, dem D/A-Präsidenten Rigo Gooßen. Ohne ihn gäbe es keinen Regionalliga-Fußball in Kehdingen. Als Kapitän sei er auch die rechte Hand des Trainers gewesen. Das Team habe ihm Vertrauen geschenkt. „Ich denke gerne zurück an eine tolle Zeit, an die Spiele im DFB-Pokal und all die Drittligisten, die wir geschlagen haben.“ Auch wenn D/A ihn gerne noch ein Jahr gehalten hätte, möchte er jetzt einen Schlussstrich ziehen. „Nicht mehr ständig zwischen Osnabrück und Drochtersen pendeln.“ Ioannou zieht endgültig nach Gesmold in der Nähe von Osnabrück. Seine Frau Marie und der gemeinsame Sohn Theo leben schon länger dort. Im August bekommt die Familie erneut Zuwachs. Die ewige Pendelei sei wahrlich nicht glücklich, so der D/A-Führungsspieler, der im Fitnesscenter des Krautsander Elbstrand Resorts arbeitete. In seiner neuen Heimat will sich Ioannou dem Bezirksligisten Viktoria Gesmold „als spielender Trainer“ anschließen. Eine Trainer-Laufbahn sei für ihn keine wirkliche Option. Wichtig sei, beruflich Fuß zu fassen. Deshalb fängt er bei einem Sponsor des Vereins im Baugewerbe an.

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Lars Jagemanns Herz schlägt weiter blau-rot

Verbabschiedet vor rund 400 Fans wurde auch Trainer Lars Lagemann. Ein komischer Abschied, so der Coach. Er sei ja nicht aus der Welt. Das sah auch D/A-Chef Gooßen so. "Lars bleibt ein Teil unseres Vereins.“ Jagemann ist seit 42 Jahren Spieler oder Trainer bei D/A, kümmert sich im Vorstand um die Mitgliederverwaltung. „Mein Herz wird weiter blau-rot schlagen“, sagte er. Und außerdem sehen wir uns ja jeden Tag bei der Arbeit , ulkte Gooßen. Jagemann arbeitet als Steuerfachangestellter in der Stader Kanzlei von Gooßen. Ob er sich vorstellen könne, woanders als Trainer zu arbeiten, wurde er gefragt. Damit habe er sich noch nicht beschäftigt, so die Antwort.

Verabschiedet wurden auch Finn Zeugner, Hassan El-Saleh, Niklas Golke – und eigentlich auch Felix Niebergall. Doch dazu kam es nicht. Niebergall bleibt D/A erhalten. „Wir haben uns am Wochenende noch mal zusammengesetzt und sind überzeugt, dass Felix gut in unser neues Spielsystem passen wird“, erläuterte Team-Manager Sören Behrmann. Nach der Verabschiedung wurde noch lange im Stadion gefeiert. Die „DJ‘s von der Elbe“ legten auf – und es gab Freibier.

Spielerisch mangelhaft

Zur Partie: Der Auftritt der Kehdinger im letzten Heimspiel war wenig überzeugend. Kein Wunder, dass die Leistung von Trainer Jagemann mit „spielerisch mangelhaft“ beurteilt wurde. Beide Teams hatten am vorletzten Spieltag der Abstiegsrunde den Klassenerhalt bereits sicher.

DA-Präsident Rigo Gooßen (li.) verabschiedet Oliver Ioannou
Ergreifende Worte in der Abschiedsrede
Autor:

Dirk Ludewig aus Stade

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