Ein nationales Ereignis in Drochtersen

Aufstellung zur Eröffnung
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Judo-Turnier um den begegehrten "Kehdingen-Cup" mit mehr als 300 Talenten

ig. Drochtersen. 450 begeisterte Zuschauer, 40 Vereine aus sieben Bundesländern mit 320 Startern, Riesen-Stimmung: Zahlen und Fakten, die Christian Gottschalk stolz machen. Der Drochterser ist Haupt-Organisator des 7. Turniers um den "Kehdingen-Cup". "Ein Event, das inzwischen ein nationales Ereignis geworden ist", sagt Gottschalk, der im TVG Drochtersen die Judo-Abteilung führt. "Hier sind Talente am Start, die in der Zukunft ganz oben stehen können." Was den Trainer freut: Aus dem Kreis Stade waren alle Vereine vertreten. Was den Coach ärgert: Der Bezirk glänzte durch Abwesenheit.
Was auf den Matten von den Judo-Talenten geboten wurde, konnte sich sehen lassen. "Beste Werbung für diesen Sport", so Wiebke Gottschalk, die hinter den Turnier-Kulissen die Fäden zieht. Wie auch in den vergangenen Jahren trumpften die Kämpfer aus Hildesheim, Stralsund und Berlin groß auf, beherrschten die starken Mittelgewichtsklassen. Die besten Teams stellten bei der männliche und weiblichen Jugend U12 und 15 Panthera Bremen und Octagon Sport Lilienthal.
Die Aktiven aus Kehdingen konnten sich gut behaupten. Lob von Coach Gottschalk gab es für Franziska Demuth, Milena Wulf, Jannes Patjens und Alexander Bayer. "Die beiden Mädchen erkämpften sich in ihren Pool den ersten Platz, überzeugten mit variantenreichen Techniken und der notwendigen Aggressivität." Jannes und Alexander holten sich überraschend die Silbermedaille.
Die Region profitiert mittlerweile wirtschaftlich von diesem Turnier. Gottschalk: "Viele auswärtige Gäste reisen Tage füher an und übernachten in der Gemeinde. Allein 20 Aktive waren aus Stralsund dabei."
Was begeisterte: Um den zahlreichen Gästen der Drochtersener Halle die Wartezeit zwischen Waage und Wettkampfbeginn zu versüßen, wurden die Cheerleader vom BSV Buxtehude engagiert. Die "Dragons" boten eine spektakuläre Show mit fetziger Musik, hohen Pyramiden und wagemutigen Saltos.
Für Laien sei es oftmals ein totales Phänomen, dass bei über 350 Einzelkämpfen außer ein paar Prellungen oder mal ein blutiger Kratzer keine schweren Verletzungen bei einer so körperbetonten Kampfsportart wie dem Judo passieren", sagt Betreuerin Wiebke Gottschalk. "Das liegt an der intensiven Grundausbildung." Die Tränen, die nur ab und an am Rande der Judo Matte laufen, seien schon nach kurzer Zeit getrocknet. "Sie hängen eher damit zusammen, dass ein Kampf verloren wurde. Oder es treffen in einer Kampfsportart zwei gleichwertige Gegner aufeinander. Und einer wird gewinnen und einer verlieren." Für Gottschalk steht fest: "Das schult für das Leben."

Autor:

Dirk Ludewig aus Stade

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