Züge sollen wieder rollen

Am Bahnsteig in Niedermarschacht (v. li.): Heiko Scharnweber, Robert Schumann, Dr. Jörn Lütjohann und Dirk Müggenburg von der CDU Elbmarsch
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ce. Elbmarsch. "Die ehemalige Bahnstrecke Niedermarschacht - Winsen soll für den Personenzugverkehr reaktiviert werden, denn viele gute Gründe sprechen für diese Route!" Dafür macht sich die CDU Elbmarsch stark und hat die Samtgemeindeverwaltung aufgefordert, ihr Interesse an dieser Maßnahme gegenüber dem Land Niedersachsen zu bekunden.
Hintergrund sind die Pläne der Landesregierung, alte Bahnstrecken wieder in Betrieb zu nehmen. In einem mehrstufigen Bewertungsverfahren sollen von insgesamt 58 vorgestellten Strecken 20 - sofern ein entsprechendes Interesse bekundet wurde - in die engere Auswahl kommen. Externe Gutachter werden dann bis zu acht Routen überprüfen. Bis Herbst 2014 soll entschieden werden, welche Strecken den Zuschlag bekommen (das WOCHENBLATT berichtete).
"Zahlreiche Schüler aus der Elbmarsch, die Schulen in Winsen besuchen und derzeit mit dem Rad lange Wege fahren, wären begeistert von der Wiederaufnahme der Bahnverbindung", sagt Christdemokrat Dr. Jörn Lütjohann aus Marschacht. Auch Männer und Frauen, die zur Arbeit nach Hamburg oder Lüneburg pendeln, würden von der Wiederbelebung der Zugstrecke profitieren. "Gerade der tägliche Stau und Lärm auf der Elbuferbrücke bei Rönne schreien förmlich nach einer Verkehrsverlagerung von der Straße auf die Schiene", so Lütjohann.
"Wir haben beim Land unser grundsätzliches Interesse an dem Vorhaben bekundet. Damit dieses in unseren politischen Gremien beraten werden kann, muss die CDU aber noch einen offiziellen Antrag stellen", sagt der Elbmarscher Samtgemeindebürgermeister Rolf Roth. Er selbst habe Bedenken, dass die Strecke Niedermarschacht - Winsen wirtschaftlich betrieben werden könne, da die Besiedlung in dieser Region "eher dünn" sei.
Die Höhe der Kosten ist laut Roth derzeit noch offen. Fest steht, dass das Land 75 Prozent übernehmen würde und die Samtgemeinde die übrigen 25 Prozent zahlen müsste. Roth schätzt, dass eine Instandsetzung der betreffenden Bahnhöfe in der Elbmarsch mit rund 50.000 Euro zu Buche schlagen würde. Sollten zusätzliche Bahnwaggons erforderlich sein, kämen auf Land und Kommune womöglich insgesamt 500.000 Euro zu.

Autor:

Christoph Ehlermann aus Salzhausen

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