Politiker erleichtert über Aufschub der Brückensanierung
B404-Vollsperrung in Elbmarsch erst in 2022

Die Unterschriftensammlung gegen die Vollsperrung zeigte Erfolg (v. re.): Antje Dedio und Claus Eckermann von der SPD Elbmarsch bei der Übergabe an Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann (CDU) im Beisein von Landrat Rainer Rempe
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  • Die Unterschriftensammlung gegen die Vollsperrung zeigte Erfolg (v. re.): Antje Dedio und Claus Eckermann von der SPD Elbmarsch bei der Übergabe an Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann (CDU) im Beisein von Landrat Rainer Rempe
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ce. Elbmarsch. "Die SPD Elbmarsch nimmt die länderübergreifende Verkehrskoordination wohlwollend zur Kenntnis, wie im Übrigen auch die 5.500 Unterzeichner, die sich gegen eine Vollsperrung der Elbquerung ausgesprochen haben." So reagierten Antje Dedio, Ortsvereinsvorsitzende der SPD Elbmarsch, und Claus Eckermann, Vorsitzender der SPD-Samtgemeindefraktion, jetzt auf die Mitteilung des Landesstraßenbauamtes in Lüneburg, dass die für 2021 geplante, durch Brückenbauarbeiten bedingte Vollsperrung der B404 zwischen der Elbmarsch und Geesthacht um ein Jahr verschoben werde.
Die Lüneburger Behörde, der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein und der Landkreis Harburg haben vereinbart, dass die Baumaßnahmen, die eine vierwöchige Vollsperrung der B404 nötig gemacht hätten, vorerst nicht stattfinden. Begründung: Für die Erarbeitung eines Sanierungskonzeptes für die an der B404 gelegene Wehrbrücke bei Geesthacht seien weitere Voruntersuchungen erforderlich. Die Sanierung könne frühestens in 2022 beginnen. Laut Straßenbauamt liegen dem Landkreis zudem Informationen über Sperrzeiten der Deutschen Bahn auf der Strecke Winsen-Hamburg für den Sommer 2021 vor, die es Pendlern bei einer Vollsperrung erschweren würden, vom Auto auf den Zug umzusteigen.
"Diese Verschiebung bedeutet ein Jahr Zeitaufschub. Ein Jahr zur Verfeinerung der Planung, wie die notwendigen Sanierungen an der Elbvorland- und Elbbrücke durchgeführt werden können", betonen die Elbmarscher Sozialdemokraten. Sie hatten zuvor über 5.500 Unterschriften gegen die B404-Sperrung gesammelt und an Niedersachsens Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann (CDU) überreicht (das WOCHENBLATT berichtete). "Die Behörden haben jetzt die Möglichkeit, ihre Planung zur Sperrung zu verkürzen und durch digitale Bearbeitung das Projekt zu beschleunigen", geben Antje Dedio und Claus Eckermann zu bedenken. "Wie zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen auf der A1. Dort ist nach Mitteilung der Industrie- und Handelskammer Niedersachsen eine Brücke in nur 19 statt 180 Tagen gebaut worden."
Die Beeinträchtigung der Bürger müsse bei dem Vorhaben auf ein Mindestmaß reduziert werden.Trotz Verschiebung fordert die SPD Elbmarsch, die Infoveranstaltung über die geplanten Maßnahmen wie angekündigt in diesem Herbst durchzuführen und nicht erst im nächsten Jahr. "Die Bürger haben ein Recht auf frühzeitige Information über das Projekt."
• Auch CDU, Grüne/Piraten und Freie Wähler (FW) im Elbmarscher Samtgemeinderat freuen sich über die Verschiebung der Vollsperrung. "Wir sind erleichtert, dass die gemeinsamen Anstrengungen aller Akteure nun zu dieser für die Elbmarsch positiven Entscheidung geführt haben", so die Vorsitzenden Heiko Scharnweber (CDU), Dörte Land (Grüne/Piraten) und Ulf Riek (FW). Der Samtgemeinderat hatte überparteilich und einvernehmlich im Frühsommer eine gemeinsame Resolution und eine Petition verabschiedet und an die Verkehrsminister Niedersachsens und Schleswig-Holsteins appelliert, die Bauarbeiten zwischen den beiden Ländern besser zu koordinieren, um die Beeinträchtigungen möglichst gering zu halten.
"Nun gilt es, die gewonnene Zeit zu nutzen, um weiter gemeinsam an praktikablen Lösungen für die Zeit der Vollsperrung zu arbeiten", sind sich die Politiker einig. Im Vordergrund müsse die immer wieder geforderte Zielsetzung stehen, dass die Behinderungen durch die Bauarbeiten möglichst gering sind. Zudem gelte es, an langfristigen Lösungen der Verkehrsproblematik zu arbeiten. Der oft geforderte vierspurige Ausbau der B404 sei wenig sinnvoll. Hier bedürfe es deutlich kurzfristiger umsetzbarer Aktivitäten.
• Aufgrund der Verschiebung plant das Landesstraßenbauamt, den Bauabschnitt nördlich der Anschlussstelle Rönne der B404 - koordiniert mit den Arbeiten auf der Wehrbrücke - zu einem späteren Zeitpunkt durchzuführen. Ende dieses Jahres würden alle Beteiligten die weiteren Planungen abstimmen. Die Fahrbahnsanierung zwischen Eichholz und der Abfahrt Rönne solle wie vorgesehen in 2021 erfolgen.

Die Unterschriftensammlung gegen die Vollsperrung zeigte Erfolg (v. re.): Antje Dedio und Claus Eckermann von der SPD Elbmarsch bei der Übergabe an Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann (CDU) im Beisein von Landrat Rainer Rempe
Hatten ein gemeinsames Vorgehen aller Samtgemeinderats-Fraktionen bezüglich der Sperrungs- und Sanierungspläne gefordert (v. li.): Heiko Scharnweber (CDU), Dörte Land (Grüne/Piraten) und Ulf Riek (Freie Wähler) an der Elbbrücke
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Christoph Ehlermann aus Salzhausen

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