Elbmarscher Resolution zu B404-Sanierung
Den Verkehrsinfarkt verhindern

"Lebensader der Elbmarsch": Die B404 und die Elbbrücke werden auch von vielen Pendlern in Richtung Hamburg befahren
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  • hochgeladen von Christoph Ehlermann

ce. Elbmarsch. Bei der in 2021 geplanten, umfangreichen Sanierung der Vorlandbrücke und der Elbbrücke entlang der B404 im Bereich des Elbmarsch-Ortes Rönne soll das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft und Verkehr die Beeinträchtigungen für den Verkehr "soweit wie möglich minimieren". Das fordert der Elbmarscher Samtgemeinderat in einer Resolution, die er in seiner jüngsten Sitzung am Mittwochabend in Marschacht beschlossen hat.
Unterzeichnet ist die Erklärung von Samtgemeinde-Bürgermeister Rolf Roth sowie von den Fraktionschefs Claus Eckermann (SPD), Robert Schumann (CDU) Dörte Land (Grüne/Piraten) und Ulf Riek (Freie Wählergemeinschaft).
Die B404 mit der Elbquerung als Querspange von der A39 zur A25 werde - so die Resolution - täglich von etwa 13.600 Pkw und 1.500 Lkw (jeweils nach Norden und Süden, gemessen an der Auffahrt Rönne) frequentiert. Sie sei die Lebensader der Elbmarsch und der umliegenden Gemeinden sowie der wirtschaftliche Dreh- und Angelpunkt der Region. Etwa 80 Prozent des Verkehrs würden die Elbmarsch, etwa in Richtung Hamburg, lediglich durchqueren.
Auf der B404 kommt es der Resolution zufolge sehr häufig zu Staus, weil sie das Verkehrsaufkommen schon jetzt nicht mehr bewältigen kann. Dies führe zu massiven Rückstauungen auf der Elbuferstraße/L 217 in beide Richtungen und bringe den innerörtlichen Verkehr oft genug zum Erliegen. "Vor allem aber der Pendlerverkehr in Richtung Hamburg wird durch diesen Umstand erheblich behindert. Den aktuellen Verkehrsbelastungen ist die zweispurige B404 nicht mehr gewachsen, worunter die Lebensqualität der Bürger der Elbmarsch erheblich leidet."
Der Samtgemeinderat erklärt, dass er "vollstes Verständnis" dafür habe, dass an der seit 1966 bestehenden Bundesstraße Sanierungsarbeiten nötig seien. Diese seien auch erforderlich, "damit es nicht in fünf bis zehn Jahren zu einem völligen Erliegen des Verkehrs über diese Elbquerung kommt", so das Gremium. Um gleichwohl bei den anstehenden Bauarbeiten inklusive eventueller Vollsperrungen "einem Verkehrsinfarkt entgegenzuwirken", werden in der Resolution folgende Punkte gefordert:
<Aufz>Koordinierung der Baumaßnahmen zwischen den beteiligten Ländern Niedersachsen und Schleswig-Holstein
Festlegung der Bauarbeits-Zeiten in Nacht-, Wochenend- und Sonntagsarbeit schon in der Ausschreibung, um die Vollsperrungen "auf absolutes Minimum zu reduzieren"
Gewährleistung des Fuß- und Radverkehrs sowie des Durchkommens von Rettungsdiensten und Notärzten über die gesamte Bauzeit
Einrichtung von Pendlerparkplätzen beiderseits der Elbbrücke und eines Bus-Pendelverkehrs für Elbmarscher zur Brücke.</Aufz>
Der Rat bittet Landes-Verkehrsminister Bernd Althusmann auch, zu prüfen, inwieweit begleitende Maßnahmen zur Minimierung der Beeinträchtigungen umsetzbar wären. "Dazu zählt insbesondere für die Zeit der Bauarbeiten eine intensivierte Busanbindung zum Winsener Bahnhof mit einem Tarifnachlass für Pendler, die über Winsen nach Hamburg fahren. Ebenso bitten wir, die Möglichkeiten einer Elbfähre bzw. einer alternativen Elbquerung zu prüfen."
Eine der Resolution entsprechende Petition soll der Vorsitzende des Samtgemeinderates, Hans-Peter Meyn, auch bei den Landtagen in Niedersachsen und Schleswig-Holstein einreichen.
• Am gestrigen Freitag übergab der SPD-Ortsverein Elbmarsch insgesamt 5.500 Unterschriften, die bei einer Aktion gegen die Sperrung der Elbbrücke im Zuge der Sanierung gesammelt worden waren, an Minister Althusmann.

Autor:

Christoph Ehlermann aus Salzhausen

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