Hohes Planungsrisiko für Stover Rennen
Stover Rennverein sagt Pferdesport-Event ab

Lockt seit über 140 Jahren Tausende Pferdesport-Freunde aus dem In- und Ausland in die Elbmarsch: das Rennen am Stover Elbdeich
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Familienunternehmen: Viel Tradition, wenig Frauen

Traditionsunternehmen in Familienhand sind eine der großen Stützen des deutschen Mittelstands. Was allerdings die Besetzung von Führungspositionen betrifft, scheint ein Großteil der Firmen noch nicht im 21. Jahrhundert angekommen zu sein. Eine Drohende Folgen für die Zukunft Familienunternehmen hätten einen “Blind Spot”, wenn es um das Thema Frauen in Führungspositionen ginge, nennen diesen Umstand Wiebke Ankersen und Christian Berg, die Geschäftsführer von Allbright. Zwar seien Firmen in...

ce. Stove. Tausende Pferdesport-Freunde aus dem In- und Ausland kamen in den vergangenen über 140 Jahren im Juli in den Elbmarsch-Ort Stove, um mit dem Stover Rennen das traditionsreichste Event dieser Art im Norden zu erleben. Aufgrund der Corona-Pandemie muss auch diese Großveranstaltung in diesem Jahr ausfallen. WOCHENBLATT-Redakteur Christoph Ehlermann sprach mit Carsten Fechner (48), Geschäftsführer des Stover Rennvereins, darüber, welche wirtschaftlichen Folgen der Ausfall für die Ausrichter hat und wie die Chancen auf ein Stover Rennen in 2021 stehen.
WOCHENBLATT: Wann stand für den Stover Rennverein definitiv fest, dass das 146. Rennen in diesem Jahr Corona-bedingt ausfallen muss?
Carsten Fechner: Uns war relativ frühzeitig bewusst, dass das Rennen in diesem Jahr nicht zum angesetzten Termin stattfinden kann, da die Bundesregierung ein Verbot von Großveranstaltungen bis zum 31. August ausgesprochen hatte. Im Gespräch war ein Ausweichtermin im September. Die Ungewissheit, dass die Bundesregierung das Verbot dann aufhebt und wir eine super kurzfristige Rennvorbereitung gehabt, geschweige denn genug Pferde bekommen hätten, hat uns aber veranlasst, das Rennen für dieses Jahr gänzlich abzusagen.
Selbst wenn wir es geschafft hätten, das Rennen auf die Beine zu stellen, war das Risiko, zu wenig Zuschauer auf die Bahn zu locken, viel zu hoch. Wir benötigen schon eine gewisse Anzahl von Zuschauern, um kostendeckend zu arbeiten.
WOCHENBLATT: In einem WOCHENBLATT-Artikel von 2018 hatten Sie erklärt, dass in guten Zeiten etwa 8.000 Zuschauer zum Rennen kommen, die bei einem guten Wettumsatz für einen leichten Gewinn in der Vereinskasse sorgen. Wenn Zuschauer aufgrund schlechten Wetters ausbleiben, sei ein Minus von bis zu 40.000 Euro in der Kasse möglich. Mit welchem Minus rechnet der Verein nach dem Ausfall des Rennens in diesem Jahr?
Fechner: Die laufenden Kosten müssen natürlich bedient werden. Wir haben alle Ausgaben auf Minimum heruntergefahren und hoffen, dass nichts Außergewöhnliches passiert. Dass wir am Endes des Jahres ein Minus stehen haben, ist uns bewusst. Bei der Höhe möchte ich mich nicht festlegen. Wir haben zwar schon ein- oder zweimal gerechnet, aber erst am 31. Dezember kann ich es Ihnen genau sagen.
WOCHENBLATT: Kann der Verein dieses Defizit irgendwie auffangen und wenn ja, wie? Oder könnte der Ausfall sogar das Aus für den Verein bedeuten?
Fechner: Das Defizit können wir in diesem Jahr noch auffangen, da wir noch auf Reserven zurückgreifen können. Wir brauchen jedoch im nächsten Jahr einen Neustart mit vielen hungrigen, begeisterten Zuschauern. Wenn es ein Regentag wird mit nur 4.000 Zuschauern, dann wird es sehr kritisch für den Verein.
WOCHENBLATT: Kann der Verein finanzielle Unterstützung durch Land und/oder Bund beantragen oder hat er dieses bereits getan? Gibt es Hilfe durch Sponsoren?
Fechner: Die Voraussetzungen für die angebotenen finanziellen Unterstützungen durch Land und Bund treffen auf unseren Verein leider noch nicht zu. Sponsoren wurden noch nicht angefragt. Ich glaube, die Firmen müssen sich in diesen Zeiten um sich selbst sorgen.
WOCHENBLATT: Wie ist die derzeitige Stimmungslage im Verein?
Fechner: Die Stimmung bei unseren rund 150 Mitgliedern ist trotz des abgesagten Rennens gut. Wir sind froh, dass wir bisher ohne Erkrankung geblieben sind, und das soll auch so bleiben.
WOCHENBLATT: Wie viel Vorbereitungszeit ist für das Stover Rennen jeweils erforderlich? Wie gut oder schlecht sind die Aussichten, dass es 2021 wieder stattfinden kann?
Fechner: Die Vorbereitungen des nächsten Rennens beginnen nach der letzten Siegerehrung. Von Januar bis März werden einige Vorstandsmitglieder bereits aktiv, aber so richtig auf Temperatur kommen wir ab Mitte März. Die letzten zehn Wochen vor dem Rennen geht es dann hoch her, dann werden die Teilbereiche zusammengeführt und nachgebessert.
Wir sind guter Hoffnung, dass im Jahr 2021 das Stover Rennen wieder stattfinden wird. Wir planen zumindest bereits. Ich hoffe, dass die Besucher zahlreich erscheinen werden, damit wir auch in den nächsten Jahren die Tradition am Elbdeich weiterleben können.
WOCHENBLATT: Herr Fechner, vielen Dank für das Gespräch.

Lockt seit über 140 Jahren Tausende Pferdesport-Freunde aus dem In- und Ausland in die Elbmarsch: das Rennen am Stover Elbdeich
"Die Stimmungslage im Verein ist gut": Rennvereins-Geschäftsführer Carsten Fechner (re.) und Vorsitzender
Günther Porth (li., hier 2017 bei der Verabschiedung von
Heinz Fritzenwanker aus dem Vorstand)
Autor:

Christoph Ehlermann aus Salzhausen

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