Bürger kämpfen nach WOCHENBLATT-Artikel für ihren Kinderspielplatz
Anwohner in Fredenbeck wollen Spielplatz behalten

Die Anwohner im Mühlenfeld wollen, dass ihr Spielplatz erhalten bleibt
2Bilder
  • Die Anwohner im Mühlenfeld wollen, dass ihr Spielplatz erhalten bleibt
  • Foto: sb
  • hochgeladen von Stephanie Bargmann

sb. Fredenbeck. "Wohnhaus statt Wippe" titelte das WOCHENBLATT Ende März und informierte in dem Artikel über einen Gemeinderatsbeschluss, die Spielplatzflächen "Am Beck", "Am Surbroock" und "Im Mühlenfeld" aufzuheben. Das rief zahlreiche Anwohner des Wohngebiets "Im Mühlenfeld" auf den Plan. Sie reagierten entsetzt auf den Verlust der Spielfläche in ihrer Straße. Innerhalb weniger Tage wurden 50 Unterschriften gesammelt und sowohl im Rathaus abgegeben als auch Bürgermeister Hans-Ulrich Schumacher persönlich überreicht.

Laut Bürgerbrief wurde seitens der Gemeinde nur wenig für den Erhalt des Spielplatzes getan. Die Anwohner monieren, dass den Kindern durch den Abbau des Spielplatzes ein Ort des gemeinsamen Spielens, das wichtig für das Sozialverhalten sei, genommen wird. "In den letzten zwei Jahren hat sich in unserem Quartier einiges verändert", sagen Walter und Marlies Treske. Sie wohnen bereits seit 47 Jahren im Mühlenfeld und beobachten, dass die ältere Generation zusehends durch junge Familien mit Kindern ersetzt wird. "Auch ich gehe gern mit meinem fünfjährigen Enkel zu unserem Spielplatz", sagt Marlies Treske. "Ich freue mich, wenn Eltern oder Großeltern mit Kindern vorbeikommen und den Spielplatz nutzen." Die spontanen Treffen seien eine wichtige soziale Angelegenheit und fördern auch die Nachbarschaft.

Fredenbecks Bürgermeister Hans-Ulrich Schumacher bestätigt, dass in den vergangenen Jahren in den Spielplatz im Mühlenfeld seitens der Gemeinde nicht mehr investiert wurde. "Im Rathaus war der Eindruck entstanden, dass auf dem Spielplatz wenig los ist", sagt er. "Die Resonanz der Anwohner auf den WOCHENBLATT-Artikel hat uns deshalb überrascht." Schumacher hat dem Samtgemeinde-Bürgermeister Ralf Handelsmann empfohlen, das Thema auf der nächsten Sitzung des Ausschusses für Jugend, Sport und Kultur am 8. Juli auf die Tagesordnung zu setzen und dazu auch eine Abordnung der Anwohner einzuladen. "Die Frage ist, ob es sinnvoll ist, bei so viel Protest seitens der Bürger die Abschaffung des Spielplatzes weiterzuverfolgen."

Auf den Spielplatzflächen "Am Beck" und "Am Surbroock" stehen bereits seit längerer Zeit keine Spielgeräte mehr. Dementsprechend gab es dort seitens der Anwohner auch keine Resonanz auf den Ratsbeschluss. Dem Beschluss waren laut Ralf Handelsmann mehrjährige gründliche konzeptionelle Überlegungen vorausgegangen. Gemeinsam mit Eltern war die Idee entwickelt worden, besondere Themen- und Altersgruppenspielplätze einzurichten. Im Gegenzug sollte auf kleine Spielflächen mit einfacher Ausstattung verzichtet werden. 

Wohnhaus statt Wippe?
Die Anwohner im Mühlenfeld wollen, dass ihr Spielplatz erhalten bleibt
Marlies und Walter Treske (li.) überreichen Hans-Ulrich Schumacher die Unterschriftensammlung
Autor:

Stephanie Bargmann aus Stade

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Blaulicht
Polizeikommissar Laurin Maier kontrollierte auch das Pedelec von Fritz Koch und sprach mit ihm über Diebstahlsicherung
2 Bilder

Bundesweite Kontrolle
Radfahrer sollen "sicher.mobil.leben"

(bim). Immer wieder appelliert der Allgemeinde Deutsche Fahrradclub (ADFC) an die motorisierten Verkehrsteilnehmer, auf den Schutz von Radfahrern und die einzuhaltenden Abstände zu achten. Radfahrer haben auch immer wieder mit auf Radfahrstreifen parkenden oder haltenden Lieferfahrzeugen oder Pkw zu kämpfen. Aber es gibt auch echte Rüpel-Radfahrer, die Autofahrer zur Verzweiflung bringen, ohne zu gucken über den Zebrastreifen "kacheln" oder rote Ampeln umfahren. Um beide Seiten für eine...

Panorama
5 Bilder

6. Mai: Die aktuellen Corona-Zahlen im Landkreis Harburg
66,42: Inzidenzwert steigt leicht an

(sv). Der Inzidenzwert ist am heutigen Donnerstag, 6. Mai, im Landkreis Harburg wieder leicht gestiegen auf 66,42 (am Vortag: 65,24). Heute meldet der Landkreis 303 aktive Fälle (+23). Seit Ausbruch der Pandemie waren 6.286 Personen an COVID-19 erkrankt (+36), davon sind bislang 5.876 wieder genesen (+13). Die Zahl der an oder mit dem Coronavirus Verstorbenen bleibt heute konstant bei 107. Das sind die Corona-Zahlen in den einzelnen Kommunen am heutigen Donnerstag, 6. Mai: Stadt Buchholz:...

Wirtschaft
Die Budni-Baustelle in der Zinnhütte wächst schnell. Im vierten Quartal soll der Drogeriemarkt eröffnet werden
3 Bilder

Budni, Netto und Modehaus Schacht
Tostedts Geschäftswelt wird neu gemischt

bim. Tostedt. Die Geschäftswelt in Tostedt ist in Bewegung: Auf dem Gelände der im Jahr 2013 abgebrannten Autowerkstatt in der Zinnhütte baut der Drogeriemarkt Budnikowsky eine zweite Filiale, in die Räume des ehemaligen Aldi-Marktes Unter den Linden soll ein Netto-Markt einziehen, und statt Modeverkauf wird es bei Schacht in der Bahnhofstraße künftig Therapieräume geben. • Budnikowsky: Wie berichtet, hatte Budni vergangenen November auf Anfrage mitgeteilt, dass der Budni-Standort Unter den...

Politik
Wer folgt auf die Führungskräfte, die das 
Rathaus verlassen haben?

Wo sind die größten Baustellen?
Exodus der Führungskräfte aus dem Rathaus Apensen

tk. Apensen. "Petra allein im Rathaus" wäre die passende Schlagzeile, wenn es um die Zukunft der Samtgemeinde-Verwaltung in Apensen geht. Der Samtgemeinde-Bürgermeisterin Petra Beckmann-Frelock sind innerhalb kurzer Zeit drei Führungskräfte abhandengekommen: Sabine Benden, Bauamtsleiterin und stellvertretende Bürgermeisterin, Tanja von der Bey, Chefin im Ordnungs- und Standesamt, und jetzt auch noch Kämmerin Margit Reschke. Optimisten sprechen zwar von der Chance eines Neubeginns. Dem schönen...

Politik
Seit 2016 liegt der Ortskern in Langenrehm brach, über eine Lösung wurde lange diskutiert - ohne Ergebnis

Langenrehmer wenden sich an Verwaltung
Offener Brief der Anwohner

lm. Langenrehm. Kommt nun endlich Bewegung in die Dorferneuerung in Langenrehm? Zumindest haben sich Bewohner des kleinen Ortes nun in einem offenen Brief an die Gemeindeverwaltung, den Ortsrat und den Landkreis gewandt. Und darin gehen die Anwohner hart mit den Verantwortlichen ins Gericht. Das einst idyllische Langenrehm, in dem drei Gastwirte angesiedelt waren, würde mittlerweile einen Preis für das "hässlichste Dorf des Landkreises" gewinnen, heißt es in dem Brief. Der konkrete Vorwurf der...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen